Es staut sich an Kreuzungen bei Bergshausen: Gemeinde fordert Kreisel

Verkehrsprobleme: Die Ampelkreuzung der ehemaligen B  83 in Höhe des Bauhaus-Marktes (linkes Foto) bei Bergshausen ist zeitweise überlastet. Auch bei der Ausfahrt von Möbel Finke auf die Marie-Curie-Straße (rechtes Foto) gibt es an kundenstarken Tagen Schwierigkeiten. Zwei Kreisel könnten nach Ansicht der Gemeinde den Verkehrsfluss verbessern. Foto: Dilling

Fuldabrück. Nichts geht mehr für Autofahrer, die zu publikumsstarken Zeiten von Möbel Finke oder dem Bauhaus-Markt bei Bergshausen abfahren wollen.

An den Kreuzungen staut sich dann der Verkehr. Die Gemeinde fordert nun Kreisel für die beiden Ampelkreuzungen.

Vor allem an Samstagen und verkaufsoffenen Sonntagen müssen Autofahrer, die zum Bauhaus-Markt, zu Möbel Finke, zum Gartenmarkt Meckelburg oder anderen Märkten im Gewerbegebiet an der Albert-Einstein-Straße wollen, viel Geduld mitbringen: Der Verkehr staut sich an der Kreuzung der Marie-Curie-Straße, der Landesstraße 3460 (ehemalige B 83) und der Flughafenstraße (Kreisstraße 14) zurück.

Aus der Albert-Einstein-Straße ist dann wegen der Blechlawine Kauflustiger oft kein Herauskommen mehr. Deshalb hat die Gemeinde Fuldabrück jüngst einen neuen Vorstoß unternommen, um den Verkehr an diesem neuralgischen Punkt zu entzerren: Ein Kreisel soll her. Doch die Chancen für ein solches Bauprojekt stehen - zumindest kurz- und mittelfristig - schlecht.

Die Wirtschaftsförderung Region Kassel und der Zweckverband Raum Kassel machen sich ebenfalls für eine bessere Anbindung des Gewerbegebiets stark. In einem Schreiben an die zuständige Verkehrsbehörde Hessen Mobil sprechen sie von einer „katastrophalen“ Verkehrssituation. Schon 2004 hatte die Gemeinde Fuldabrück die Errichtung einer separaten Rechtsabbiegespur von der Einmündung der Albert-Einstein-Straße auf die Marie-Curie-Straße und dann weiter bis zur ehemaligen B83 Richtung Kassel ins Spiel gebracht. Laut Gemeinde hatte das Amt für Straßen- und Verkehrswesen, Vorläuferbehörde von Hessen Mobil, dies wegen mangelnder Dringlichkeit jedoch abgelehnt.

Verkehrszählung 

Die Kosten für den Bau eines Kreisels müssten das Land Hessen und der Landkreis Kassel schultern, denn die Flughafenstraße ist eine Kreisstraße. Doch von beiden Seiten kommen keine positiven Signale. Zurzeit laufe eine Verkehrszählung in dem Bereich, um die Leistungsfähigkeit der jetzigen Ampelkreuzung auszuloten, teilte Horst Sinemus, Pressesprecher von Hessen Mobil mit. Erst wenn diese ausgewertet sei, könne er Aussagen zu Realisierungschancen und Finanzierungsmöglichkeiten machen. Die Situation an dem Knotenpunkt sei „sehr komplex“. Man werde aber nach der Analyse auf die Gemeinde zugehen.

Auch Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel, sieht sich nicht in der Lage, ein Jahr zu nennen, in dem sich der Kreis an dem Bau eines Kreisels beteiligen könnte. Priorität genieße erst einmal der geplante Neubau der Weserbrücke in Bad Karlshafen und die Ortsumgehung von Calden.

SPD und CDU in der Fuldabrücker Gemeindevertretung sind sich einig, dass etwas passieren muss. „Eine Entlastung muss stattfinden“, sagte Sozialdemokrat Erhard Hirdes. „Wir wollen doch noch mehr Zulauf von Kasselern im Gewerbegebiet haben. Da gehört eine bessere verkehrliche Regelung dazu“, meinte Hans-Jürgen Lange von der CDU.

Von Peter Dilling

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