Beide Vertreter im Parlament führen ihr Amt nicht mehr aus

Mandate niedergelegt: Fuldabrücker AfD in der Bredouille

Fuldabrück. Mit 7,6 Prozent der Stimmen ist die AfD bei der Kommunalwahl 2016 in das Fuldabrücker Parlament eingezogen. Das brachte ihr zwei Sitze in der Gemeindevertretung.

Doch jetzt ist von der Fraktion nicht mehr viel übrig – Susanne Stelte-Hesse und Prof. Günter Hesse haben beide ihre Mandate niedergelegt. Nach HNA-Informationen soll sich das Ehepaar aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen haben.

Das Problem: Mit Michael Moses-Meil gibt es nur einen Nachrücker für zwei freie Plätze. Das heißt, die AfD wird in Zukunft nur noch mit einer Person im Parlament vertreten sein.

„Das ist sehr schade“, sagt Volker Richter von der AfD. Er ist als einziger der Fraktion im Fuldabrücker Gemeindevorstand. Über die genauen Gründe, warum das Ehepaar Hesse sein Mandat niedergelegt hat, will er nichts sagen. Von Querelen innerhalb der Partei sei aber keine Rede. „Wir hatten miteinander keine Probleme.“ Das Ehepaar Hesse selbst war am Dienstag bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

Dass die AfD in Fuldabrück nur einen Ersatzmann für das Parlament hat, liegt laut Richter auch am Druck. „Viele Bürger finden unsere politische Arbeit gut, oft trauen sie sich aber nicht, öffentlich oder durch ein politisches Amt zur AfD zu stehen.“ Das würden die vielen Stimmen, die die Partei bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr erhalten hatte, belegen. „Wenn man sich die Prozente anschaut, müssten wir zum Beispiel auch im Ortsverband viel mehr Mitglieder haben.“

Öffentlicher Druck ist für Nachrücker Michael Moses-Meil offenbar kein Problem. Er ist bereits Mitglied der AfD im Kreistag und nun auch im Fuldabrücker Parlament vertreten. „Ich freue mich auf die Arbeit“, sagt er.

Rubriklistenbild: © dpa

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