Hohe Verkehrsbelastung

Marode Autobahnbrücke über die Fulda bekommt zusätzlichen Stahl

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Die Brücke führt den Verkehr von der Autobahn 7 auf die A 44: Wegen der hohen Verkehrsbelastung muss an dem Stahlfachwerk regelmäßig nachgearbeitet werden so wie hier im Jahr 2008. Die rechte Bildseite zeigt ein Gerüst, das an dem Fulda-Übergang angebracht ist, um nachzuschweißen.

Fuldabrück. Der Fulda-Übergang der Autobahn 44 bei Bergshausen wird erneuert. Damit spinnt sich die jahrzehntelange Nacharbeit an dem Bauwerk weiter.

„Die Fuldabrücke ist den gestiegenen Verkehrsmengen nicht mehr gewachsen“, teilt Hessen Mobil-Sprecher Horst Sinemus mit. Die Belastung der Brücke müsse „schnell und effektiv reduziert“ werden. Saniert werden soll ab Sommer 2017. Einen genauen Zeitplan gebe es aber noch nicht. Geplant ist, die nördliche Seite der Bergshäuser Brücke durch Stahlbänder zu verstärken. Auf südlicher Seite sollen zusätzliche Platten an den Stahlträgern angebracht werden.

Um das Stahlfachwerk zu entlasten, wurde zwischen Montag und Donnerstag eine geänderte Verkehrsführung eingerichtet: So gibt es auf der A 44 in Richtung des Kasseler Dreiecks Süd nur noch einen Fahrstreifen. In Fahrtrichtung Dortmund bleibt es bei zwei Fahrstreifen – vor allem, um Staus bis zurück auf die stark befahrene Autobahn 7 in Richtung Guxhagen zu vermeiden. Aber: Der zweite Fahrstreifen ist auf die Gegenfahrbahn umgeleitet worden.

Dynamische Wegweiser

Um den Verkehr – falls nötig – rechtzeitig auf die A 49 umzuleiten, sollen demnächst auf der A 44 aus Richtung Dortmund dynamische Wegweiser mit LED-Anzeigen installiert werden. Wann, könne man noch nicht genau sagen, so Sinemus. Die Verkehrsentwicklung wolle man beobachten und auf Staus mit mobilen Stauwarnungen reagieren.

Immer wieder fielen in den vergangenen Jahren rostige Metallteile der Brücke in die Gärten der direkten Anwohner.

Die Bergshäuser Brücke

Der hohe Wartungsaufwand der Bergshäuser Brücke kommt durch die Art des Bauwerks zustande: Statt zu schweißen, hatte man damals das Stahlfachwerk genietet. 

Wegen der offenen Bauweise ist es sehr anfällig für Witterungseinflüsse. Und: Da die Menge der Lastwagen (inklusive Schwerlaster) und Autos, die sie überqueren, in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen hat – 2010 fuhren laut Hessen Mobil täglich im Durchschnitt 43.044 Fahrzeuge über die Brücke – ist sie einer hohen Belastung ausgesetzt. 

Die nördliche Brückenhälfte wurde 1962 und die südliche Seite 1971 gebaut. Sie verbindet auf 700 Metern die A 7 mit der A 44. 

Lesen Sie dazu auch:

Bergshäuser Brücke: „Güterverkehr muss reduziert werden“


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