Mehr Platz für Kita Wackelzahn in Fuldabrück

Kindertagesstätte Wackelzahn: Das Foto zeigt einen Blick auf das Freigelände. Kita-Leiterin Brigitte Petritts (links) und Erzieherin Pia Sinning beaufsichtigen die Kinder beim Spielen. Foto: Wohlgehagen

Fuldabrück investiert 2,2 Millionen Euro - Kinder müssen für neun Monate in Container umziehen

Fuldabrück. Die Kita „Wackelzahn“ im Ortsteil Bergs- hausen wird mit einem Kostenaufwand von 2,2 Millionen Euro grundlegend saniert und erweitert. Der Startschuss für das von der Gemeindevertretung einmütig verabschiedete Projekt fällt am 7. September, teilte das Rathaus jetzt auf Anfrage mit.

„Dann werden die 100 Kita-Bewohner und ihre Erzieherinnen aus Sicherheitsgründen für neun Monate in ein kleines Containerdorf umquartiert“, kündigte Bürgermeister Dieter Lengemann an. Die Kosten hierfür seien in der genehmigten Bausumme enthalten, so der Verwaltungschef.

Turnraum ist auch geplant

Das zweigeschossige Kitagebäude (Baujahr 1971) wurde 1992 aufgestockt, erweitert und mit einem Satteldach versehen. Jetzt soll das gesamte Untergeschoss saniert und durch einen 2,60 Meter breiten Anbau an der Nordseite vergrößert werden. Im Westen wird außerdem ein Turnraum angebaut.

In die mit der Kita-Leiterin Brigitte Petritts erarbeiteten Planung seien neue pädagogische Erkenntnisse, die Empfehlungen für Raumkonzepte und aktuelle Qualitätsstandards von Kindertageseinrichtungen berücksichtigt worden. Ein wesentliches Ziel der Maßnahme sei, eine Dezentralisierung zu bewirken sowie den Kindern mehr Spielflächen und Rückzugspunkte anzubieten, sagte der Bürgermeister.

Nach Erläuterungen des verantwortlichen Architekten Rainer Pijahn (Kassel) werde die Kindertagesstätte um insgesamt 217 Quadratmeter erweitert. Die altersübergreifende Einrichtung sei künftig auf 120 Kindergartenplätze für Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren ausgelegt.

Außerdem werde das Erdgeschoss mit einem Wärmedämmverbundsystem bekleidet und die Entwässerungsanlagen saniert, sagte der Architekt. Die vorübergehende Unterbringung der Kinder soll in 47 Containern auf einer Freifläche am Feuerwehrhaus am Oderweg in Bergshausen erfolgen. Über die Sicherheit der Kinder hinaus gehe es ihm auch um die Garantie für eine weiterhin fruchtbringende pädagogische Arbeit, sagte Dieter Lengemann zu der bis Anfang Juni geplanten Zwischenlösung.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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