Familienunternehmen macht weiter

Nach Großbrand in Fuldabrück: Halle wird wieder aufgebaut

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Fuldabrück. Wenige Tage nach dem Großbrand der Halle von Bemoflex Berghöfer an der Kasseler Straße in Fuldabrück steht fest: Das Gebäude soll wieder hochgezogen werden.

„Es ist geplant, die Immobilie umgehend nach Freigabe der Behörden und Versicherungen wieder aufzubauen“, teilte Geschäftsführer Marc C. Berghöfer auf HNA-Anfrage mit. Er führt die Unternehmensgeschichte weiter, die sein Urgroßvater 1907 begann. Bemoflex Berghöfer fertigt Metallschläuche und Kompensatoren für die Industrie.

Das Feuer war am Dienstagabend vergangener Woche ausgebrochen. Wie es zu dem Feuer kam, konnte bislang nicht geklärt werden, weil die Ermittler der Kriminalpolizei den Brandort noch nicht betreten konnten. Erst müsse ein Statiker vor Ort gewesen sein, hatte die Polizei mitgeteilt. Auch die Höhe des Schadens konnte noch nicht ermittelt werden. Zunächst war die Rede von einem Millionenschaden – die genaue Höhe konnte noch nicht benannt werden.

Erst 2015 war die Firma von Kassel nach Fuldabrück auf das von ihnen gekaufte Grundstück umgezogen. Mehr als eine Million Euro wurden investiert. Hintergedanke des Umzugs war, dass das Unternehmen expandieren kann (die HNA berichtete). Mit dem Gebäude sind auch Produktionsmaschinen verbrannt. Es habe sich dabei größtenteils um Sonderkonstruktionen gehandelt, so Berghöfer, der zugibt: „Schockiert durch das Ausmaß der Verwüstung standen wir durch den Brand vor dem Nichts.“ Bereits wenige Tage danach sei das „Projekt Neuanfang aber wieder „in vollem Gange“.

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Die Maschinen werden ersetzt, nun ist die Firma für Kunden wieder unter der gewohnten Telefonnummer zu erreichen und auch der Neubau sei in Planung. Vorübergehend sind die kaufmännischen und technischen Bereiche bei der gegenüberliegenden Firma ME-Automation Projects in der Kasseler Straße 62 untergebracht. Die Postanschrift bleibe jedoch gleich.

Berghöfer sei „unendlich dankbar“, dass bei dem Brand keine Personen verletzt wurden. Von vielen Seiten hätten ihn Hilfsangebote erreicht – zum Teil sogar von der Konkurrenz. 

Hintergrund

Marc C. Berghöfers Urgroßvater Christian begann 1907 in der Kasseler Mombachstraße mit der Produktion von Metallschläuchen. Dessen Sohn Albert führte das Unternehmen weiter und übergab es wiederum an seinen Sohn Christian, der es 1994 an die britische Senior-Gruppe verkaufte. Marc C. Berghöfer, der zu jenem Zeitpunkt Vertriebsleiter war, blieb in dieser Funktion bis 2000. Zwei Jahre später gründete er gemeinsam mit Carsten Morsch die nach ihnen benannte Manufaktur Berghöfer&Morsch. Somit betreibt Berghöfer das Metallschlauchgeschäft bereits in vierter Generation. Das wohl bekannteste Produkt, das durch die Schläuche geleitet wird, ist das Erfrischungsgetränk Capri-Sonne.

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