Nach Infektionsfall in Fuldabrück

Hunde und Katzen können Vogelgrippe-Virus übertragen

Fuldabrück. Hunde- und Katzenbesitzer müssen im Fuldabrücker Ortsteil Bergshausen aufpassen: Das Veterinäramt des Landkreises Kassel empfiehlt, Hunde anzuleinen und Katzen nicht frei laufen zu lassen.

Der Fund eines toten Mäusebussards an der Autobahn-44-Brücke, die über die Fulda führt, sorgte für Furore. Der Vogel war mit dem H5N8-Virus – der Vogelgrippe – infiziert. Eine Frau hatte den Greifvogel am Freitag, 27. Januar, gefunden und den Fund der Gemeinde gemeldet. 

Diese hatte daraufhin den Landkreis informiert, der das Tier zur Untersuchung an das Hessiche Landeslabor (LHL) übergab. Dort wurde der Greifvogel obduziert und die Vogelgrippe festgestellt. Daraufhin schickte das LHL Abstriche aus Rachen und Kloake des Vogels an das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das nationale Referenzlabor, das den Vorbefund bestätigte.

Am Fundort des Mäusebussards ist das Infektionsrisikio hoch. Denn: Der Streifen befinde sich laut Dr. Sabine Kneißl vom Veterinäramt des Landkreises in einem „Rast-, Sammel- und Brutplatz von Wasservögeln“. „Die Infektion des Mäusebussards war zu erwarten“, ergänzt sie. „Wir empfehlen Hundebesitzern streng und dringend, ihre Tiere in dem Bereich anzuleinen.“ 

Katzen sollten dort auch nicht frei herumlaufen. Das gelte für einen 50 Meter breiten Streifen entlang des Fulda-Ufers in den Ortsteilen Bergshausen, Dittershausen und Dennhausen. Dort könnten Hunde und Katzen mit kranken Vögeln und deren Ausscheidungen in Berührung kommen.

Obwohl bei den Haustieren eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus unwahrscheinlich ist, könnten sie den Erreger weitertragen und möglicherweise Hausgeflügelbestände infizieren. „Das hätte katastrophale Auswirkungen“, sagt Kneißl: Es müssten alle Geflügeltiere in dem Betrieb getötet und „unschädlich beseitigt“ werden. Damit wären alle Bemühungen um die Stallpflicht für Geflügel umsonst. Sie gilt seit dem 18. November.

Rubriklistenbild: © Tierpark

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