Derzeit laufen die Vorplanungen

Verkehrsministerium: Neubau der A44-Brücke geht schneller als 15 Jahre

Sorgt seit Jahrzehnten für Diskussionen: Die Bergshäuser Brücke der Autobahn 44 soll südlich des jetzigen Standorts neu gebaut werden. Solange wird die alte Brücke instandgesetzt – das nächste Mal soll im Frühjahr 2018 geschweißt werden.  

Fuldabrück. Anders als die Straßenbaubehörde Hessen Mobil geht das hessische Verkehrsministerium davon aus, dass es nicht mehr 15 Jahre dauert, bis der neue Fulda-Übergang bei Fuldabrück gebaut wird. 

Die Bergshäuser Brücke der Autobahn 44 bei Fuldabrück soll abgerissen und eine neue Brücke südlich des jetzigen Standorts neu gebaut werden. Bis zur Freigabe des neuen Fulda-Übergangs werden laut Straßenbaubehörde Hessen Mobil rund 15 Jahre vergehen, davon zwölf Jahre für Planung und Baurecht sowie drei Jahre für den Bau. 

Anders äußert sich nun das Verkehrsministerium: „Wir gehen davon aus, dass es schneller als 15 Jahre geht“, sagt Marco Kreuter, Sprecher des Ministeriums. Man könne den Zeitraum allerdings „nicht seriös beziffern“. Es handle sich um ein „sehr komplexes und aufwändiges Bauverfahren“ und brauche demnach mehr Zeit.

Wie lange dauert der Neubau der A44-Brücke?

„Wir gehen davon aus, dass es etwa fünf Jahre dauert die Brücke zu bauen“ – zeitintensiver sei die Planung. Aktuell befinde man sich in der Vorplanung. Die Vorzugsvariante sei vom Bundesministerium bereits bestätigt worden.

Wie berichtet, soll der neue Fulda-Übergang südlich des jetzigen Standorts, in Höhe der Ortsteile Dennhausen/Dittershausen gebaut werden. Ein nächster Schritt sei dann die Entwurfsplanung. Etwaige Klageverfahren und Ausschreibungen gehören zu den Faktoren, die den Start des Neubaus beeinflussen könnten.

Wie auch die Schiersteiner Brücke in Südhessen, so werde auch die neue A44-Brücke in zwei Teilen gebaut, die am Ende zusammengefügt werden. Möglicherweise könne eine Seite bereits freigegeben werden, während die zweite noch gebaut wird, so Kreuter. Im Übrigen habe auch die Planung der Schiersteiner Brücke acht Jahre gedauert – „und hier stellte sich die Frage der Varianten nicht, weil der Standort bereits sicher war“, zieht Kreuter den Vergleich.

Weil die Bergshäuser Brücke, die 1962 fertiggestellt wurde, marode ist, stehen im Frühjahr 2018 wieder umfangreiche Nacharbeiten an. Noch bevor diese beginnen, ist die A 44-Brücke von vier auf drei Spuren verengt worden. Dieser Zustand soll bis zu ihrem Abriss beibehalten werden, da die Brücke der Verkehrsbelastung anders nicht mehr standhält.

Die aktuelle Situation

Seit der Sperrung der vierten Spur im Februar kommt es in Hauptverkehrszeiten zu Staus und infolgedessen zu Unfällen (Artikel unten). „Bei einer Bundesautobahn mit einer solchen Verkehrsbelastung und einem hohen Schwerverkehrsanteil auf der wichtigen Ost-West-Verbindung muss eine Fahrstreifenreduzierung zwangsläufig zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen“, sagt Hessen Mobil-Sprecher Horst Sinemus. Die Öffnung der vierten Spur nach der Instandsetzung sei dennoch keine Option.

„Die aktuelle Verkehrsführung ist die günstigste Variante für die Verkehrssicherheit“, sagt auch Kreuter. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wolle sich die Situation vor Ort im Sommer anschauen: „Er kennt die Brücke und weiß um das Problem.“

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