Staubarmes Sand-Textilgemisch für Pferdehufen

Neuer Boden für die Fuldabrücker Reithalle

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Raus mit dem alten Zeug: Vereinsvorstand Armin Wollrath (rechts) freut sich, dass das alte Sand-Späne-Gemisch bald der Vergangenheit angehört. Schon bald traben die Pferde hier über ein staubarmes Sand-Textilgemisch. 

Fuldabrück. Die Gemeinde Fuldabrück unterstützt die Sanierung des Sandbodens im Reit- und Fahrverein Guxhagen/Dörnhagen. Schon bald traben die Pferde über ein staubarmes Sand-Textilgemisch.

240 Hufe durchpflügen regelmäßig den Sandboden der großen Reithalle des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Guxhagen/Dörnhagen. Das hinterlässt Spuren. Längst ist die Qualität nicht mehr so, wie noch vor vier Jahren. Das soll sich bald ändern. Mithilfe eines jüngst im Ausschuss bewilligten Zuschusses soll ein Stück des Reiterparadieses erneuert werden. Vorsitzender Armin Wollrath und die Reiter freut das sehr.

„Bei jedem Turnier wurde es mir unangenehmer, wenn die Kameraleute auf Boden und Banden zoomten“, sagt Wollrath lachend. Die regelmäßige Nutzung hat ihre Spuren hinterlassen. Der Vorschlag der Reiter, die Banden zu streichen, wäre nur eine Übergangslösung. Deshalb stellte Wollrath nun den Antrag auf einen Zuschuss der Gemeinde, um Hallenboden, Banden, Tore, Beleuchtung und vor allem die Bewässerungsanlage zu erneuern. Mit Erfolg, 13.000 Euro gibt die Gemeinde Fuldabrück dazu. Da der Verein auch zu Guxhagen gehört, erfolgte vom dortigen Ausschuss die Zusage auf 8000 Euro.

Weitere Hilfe

„Außerdem hoffe ich auf eine Unterstützung von 30 Prozent durch das Ministerium des Innern und für Sport sowie eine zehnprozentige Unterstützung durch den Landkreis“, gibt sich der Vorstand zuversichtlich. Mit diesen Geldern erscheint die Gesamtsumme von rund 161.000 Euro nicht mehr ganz so groß. „Die Baumaßnahmen können schon bald beginnen.“ 

Dann heißt es, rund 420 Kubikmeter alten Boden gegen die gleiche Menge des neuen staubärmeren Sand-Textilgemisch-Bodens auszutauschen. Worauf sich Wollrath besonders freut, ist die neue Bewässerungsanlage. Das sogenannte Ebbe- und Flut-System hält den Boden durch eine Kapillarwirkung immer gleichmäßig feucht. „Das macht den Boden besonders trittfest“, so Wollrath. 

Seinem Ziel, dass bei großen Turnieren die Bodenqualität beim ersten bis letzten Pferd gleich ist, kommt er so einen Schritt näher. Die alte Berieselungsanlage gehört damit bald der Vergangenheit an. Genau, wie die Beleuchtung. „Die Neonröhren sollten eigentlich mal den Tunnel einer ICE-Trasse erhellen“, weiß Wollrath. Da sie sich jedoch dafür als ungeeignet erwiesen, konnte der Verein zu der Zeit ein Schnäppchen schlagen. Nun weichen sie einer sparsameren LED-Variante. „Wenn man so einen Verein hat, muss man dranbleiben“, sagt Wollrath. 

Sanierungsmaßnahmen gehören dazu. Trotz der hohen Kosten, die nun auf den Reitverein zukommen, hat Wollrath eine gute Nachricht: „Die Nutzungsgebühr, die die Reiter monatlich bezahlen, bleibt aber unverändert.“ Dafür packen diese aber auch gern mit an. Denn bis zum nächsten großen Turnier im Oktober dieses Jahres soll alles fertig sein.

Von Stefanie Lemke

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