Kein Personal gefunden

Pächter von Fuldabrücker Bürgerhaus "Kupferkanne" wirft das Handtuch

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Wieder zu haben: Der aktuelle Pächter des Bürgerhauses „Kupferkanne“ hört wegen Personalmangel auf. 

Fuldabrück. Das Bürgerhaus in Dennhausen/Dittershausen scheint nicht mit Glück gesegnet: Erst sieben Monate, nachdem dessen neuer Pächter Horst-Werner Kalweit den Betrieb erfolgreich wiederaufgenommen hat, schließt er nun wieder.

„Es tut mir sehr leid, dass ich das Bürgerhaus Kupferkanne wieder abgeben muss“, wird Horst-Werner Kalweit in einer gemeinsamen Pressemitteilung von ihm und Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) zitiert. Der Grund für seinen Rücktritt: „Ich bekomme nicht genügend Personal, um das Bürgerhaus Kupferkanne und den Biergarten Am Fuldaknie gemeinsam zu betreiben.“ Bereits zum 31. März steht das Bürgerhaus inklusive des Restaurant „Kupferkanne“ wieder leer.

„Wir müssen uns jetzt schnell Gedanken machen, wie es weitergeht“, sagt Lengemann, den der vorzeitige Rücktritt von Pächter Horst-Werner Kalweit nach eigenen Angaben sehr überraschte. Noch am Neujahrsempfang am vergangenen Freitag lobten der Rathauschef sowie Kuratoriumsvorsitzende Conny Häfner den guten Verlauf, den der Betrieb genommen hat – während im Nebenraum, dem Restaurant Kupferkanne, fast alle Tische belegt waren. Der Beschluss zum Rücktritt sei bereits einige Monate in ihm gereift, heißt es in der Pressemitteilung. Er habe seine Entscheidung aber nicht vor dem Neujahrsempfang verkünden wollen, damit diese Veranstaltung nicht davon überschattet wird.

Mit dem Rücktritt Kalweits vom Pachtverhältnis geht nun eine monatelange Odyssee weiter. Bevor er zugesagt hatte, hatte das Rathaus händeringend um einen Nachfolger gesucht. Der Suche war ein ebenso langer Streit mit den vormaligen Pächtern vorangegangen. Wie die HNA berichtete, gab es Uneinigkeiten zwischen Pächtern und der Gemeinde sowie Vereinen.

Streit mit den letzten Pächtern

Die Pächter Anke und Edgar Müller hatten das Bürgerhaus im Januar 2014 übernommen und benannten das gutbürgerliche Restaurant Kupferkanne um in „essgenuss“ und veränderten das Konzept. Statt den Bürgern einen Ort zum Wohlfühlen zu geben, waren anfangs hochkarätige Tanzveranstaltungen und Tanzkurse angeboten worden, die jedoch mehr von auswärtigen Gästen besucht wurden. Das widersprach dem Zweck eines Bürgerhauses, die Vereine beschwerten sich, man dürfe das Restaurant nicht im Trainingsanzug besuchen.

Mit Kalweit sollte nun alles anders werden. Der Gemeindevorstand setzte auf den Mann, den die Bürger der Gemeinde schon vom Biergarten her kannten. Um auch dort den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten, einigte man sich darauf, dass sich der Gastronom in den Sommermonaten auf den Biergarten konzentriert und den Betrieb der Kupferkanne auf einige wenige Veranstaltungen zurückfährt.

Wie es nun weitergeht, könnte sich bereits innerhalb kürzester Zeit zeigen. Lengemann befinde sich bereits im Gespräch mit einem potentiellen Pächter. Auf Nachfrage der HNA, ob es sich um den ehemaligen Pächter des „Fährmanns“ in Bergshausen handelt, dessen Pachtvertrag vor wenigen Wochen auslief, sagte Lengemann, ja, das ziehe man in Erwägung.

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