Regenwaldbaum gedeiht in Fuldabrück: 30 Jahre alte Brasil-Kiefer

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Regenwald-Baum in Fuldabrück-Dennhausen: Christa-Marie Kindereit steht vor der Brasilkiefer, die 1982 auf dem idyllisch gelegenen Grundstück gepflanzt wurde. Um den Baum in voller Größe zu sehen, müssen Sie das Foto anklicken.

Fuldabrück. Die brasilianische Araukarie (Brasilkiefer) im Garten von Christa-Marie und Karl-Heinz Kindereit kommt auf europäischem Boden äußerst selten vor: Der kerzengerade gewachsene, zwölf Meter hohe exotische Baum kam 1982 über Rimini nach Fuldabrück.

Eigentlich verträgt die in den subtropischen Regenwäldern heimische Araukarie nur leichte Fröste bis maximal minus 8 Grad Celsius. Am Ortsrand von Dennhausen hat der Urwald-Baum aber selbst härtere Winter gut überstanden.

Karl-Heinz Kindereit brachte den nur 50 Zentimeter großen Baum vor mehr als 30 Jahren aus dem Italien-Urlaub mit, um ihn auf seinem steil ansteigenden Grundstück über der Fulda zu pflanzen. „In den ersten Jahren haben wir ihn mit Kokosmatten gegen Kälte geschützt“, erinnert sich der Rentner. Heute überragt der Exot das naturnahe Domizil des früher selbständigen Friseurmeister-Ehepaars in der Siedlung am Söhreberg.

„Der schön gewachsene Regenwaldbaum macht uns sehr viel Freude“, sie sei mit ihrem Mann froh, einen so seltenen Baum bei dem hier herrschenden Klima durchgebracht zu haben, sagt Christa-Marie Kindereit. Die Araukarie brauche nicht allzu viel Wasser. Der lehmhaltige Boden in Dennhausen halte die Feuchtigkeit, so die 66-jährige Rentnerin.

Erstmals Früchte 

Die ehemalige Friseurmeisterin zeigt die gesammelten weiblichen Samen der Araukarie, die in Blütenzapfen in der Baumkrone reifen und nach unten fallen.

Seit fünf Wochen trägt der Baum erstmals Früchte: Nachbarn bemerkten die kugeligen weiblichen Blütenzapfen in der Krone, die anfangs noch grün sind und später braun werden und aufplatzen. Ein Zapfen enthält bis zu 150 Samen, die man wie etwa Pinienkerne essen kann. „Ich will versuchen, sie zu züchten und später eventuell Setzlinge verkaufen“, sagte Christa-Marie Kindereit. Einen Becher voll hat die Naturliebhaberin schon gesammelt.

In der Krone der Brasilkiefer sind etwa sechs runde Blütenzapfen zu erkennen. Zwei platzen gerade auf, auch ihre Samen werden nach unten fallen. Ein solches Schauspiel haben die Kindereits in Brasilien schon live miterlebt. Sie wissen seitdem, dass männliche Samen ganz anders aussehen. „Die hängen runter und sind oval“, so Karl-Heinz Kindereit.

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