Bis zu einem GigaBit pro Sekunde möglich

Schnelles Internet: Telekom baut Glasfasernetz in Fuldabrück aus

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Bald geht es los: Der Glasfaserausbau in den Fuldabrücker Ortsteilen Dennhausen/Dittershausen und Dörnhagen soll 2019 fertig sein. Dabei Hand in Hand arbeiten wollen Thomas Peter, Regionalmanager der Telekom, und Bürgermeister Dieter Lengemann.

Fuldabrück. Großartige Nachrichten für die Fuldabrücker: Die Telekom wird drei Ortsteile mit schnellem Internet versorgen und dafür mit Glasfaseranschlüssen ausbauen.

Damit sind dann Übertragungsraten von bis zu einem GigaBit (1GBit = 1000 MBit) pro Sekunde möglich. Für den Ortsteil Bergshausen gilt das zwar nicht, dort sind schon via VDSL mit Funk (Hybrid) 100 MBit pro Sekunde abrufbar. Aber auch dort wird die Technik besser, kündigt die Telekom an. Noch in diesem Jahr werde die sogenannte Supervectoring-Technologie auf Basis der bereits bestehenden Netzinfrastruktur eingesetzt. Damit können Telekom-Kunden dann Bandbreiten von bis zu 250 MBit pro Sekunde nutzen.

2016 hieß es noch, dass Fuldabrück beim Glasfaserausbau leer ausgeht. 

Voraussetzungen

Gibt es eigentlich keine. Die Telekom wird das Netz in Fuldabrück in jedem Fall ausbauen – egal, wie viele Bürger sich für einen Glasfaseranschluss interessieren, sagt Regionalmanager Thomas Peter. „Wir wollen aber keinen Flickenteppich, sondern am besten alle Haushalte mit schnellem Internet versorgen.“

Zeitplan

Der ist eng gestrickt. Der Ausbau soll Mitte 2019 abgeschlossen sein, die Arbeiten beginnen schon bald. Potenzielle Kunden können sich ab dem 2. Mai für einen Glasfaseranschluss bei der Telekom registrieren.

Pilotprojekt

Fuldabrück ist die einzige Kommune in Hessen und die vierte in Deutschland, in der die Telekom das Netz in dieser Art ausbaut. „Wir testen mit einem neuen Vermarktungsansatz die Akzeptanz von FTTH-Anschlüssen (Fiber To The Home) – also von Glasfaseranschlüssen, die bis ins Haus verlegt werden. Bisher wurden die Telefon- und Internetsignale auf der „letzten Meile“ vom Verteilerkasten bis ins Haus durch eine Kupferleitung übertragen. 

Im Kupferkabel nimmt die Übertragungsgeschwindigkeit aber Meter für Meter ab. „In Zukunft werden Fotos, Videos und Musik den Weg in die Wohnungen ungebremst auf der neu verlegten Glasfaserleitung zurücklegen“, erklärt Peter. Warum die Telekom ausgerechnet Fuldabrück für ihr Projekt ausgesucht hat, hängt von mehreren Faktoren ab: „Hier hat einfach alles gepasst“, sagt Thomas Peter. Voraussetzung war unter anderem, dass die Ortsteile Dennhausen/Dittershausen und Dörnhagen unterversorgt sind. 

Ein wichtiger Punkt sei auch die gute Erfahrung, die das Unternehmen bereits mit der Kommune und ihrer Verwaltung gemachte habe. „Wir haben in der Vergangenheit immer gut zusammengearbeitet“, sagen Peter und Bürgermeister Dieter Lengemann.

Ausbau

Der soll für die Bürger mit möglichst wenig Einschränkungen stattfinden. Für das Verlegen der Glasfaserkabel müsse nicht die ganze Straße aufgerissen werden. Es werde ein Verfahren angewendet, bei dem keine Gräben ausgebaggert werden. 

„Stattdessen werden schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst“, erklärt Peter. „So können wir Zeit und Geld sparen und die Anwohner werden weniger belästigt.“ Wie es dann in den Häusern und Wohnungen weitergeht, will die Telekom bei Infoveranstaltungen und in persönlichen Gesprächen erklären und auch individuelle Lösungen finden.

Kosten

Entstehen für die Anschlüsse nicht. „Wer sich bis zum 31. Juli für Glasfaser entscheidet, bekommt den Hausanschluss kostenfrei und spart somit 800 Euro.“ Für die Tarife zahlen Kunden unterschiedliche Preise. Der Kommune entstehen ebenfalls keine Kosten.

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