CDU will Kataster wie im Kreis

Sorge um Straßen in Fuldabrück

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Fuldabrück. Die Fuldabrücker CDU fordert einen Katalog über alle beschädigten Straßen in der Gemeinde – damit Schäden „zeitnah beseitigt“ werden können, statt dass sich die Schäden verschlimmern.

Einen Antrag dazu wird die CDU-Fraktion jetzt in der Sitzung der Gemeindevertreter einbringen.

Das Straßennetz weise „zum Teil auffällig viele Straßenschäden“ auf, deren Reparatur oftmals zu lange dauere. Schlaglöcher zum Beispiel, diese könnten „überwiegend durch kleine Eingriffe behoben“ und die Auswirkungen eingedämmt werden. Anlass für den Vorstoß seien Beschwerden von Seiten der Bürger: „Wir kriegen immer wieder zu hören, man solle sich doch erst mal um die Straßen kümmern“, sagt Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Lange auf HNA-Anfrage. So fordert die Fraktion den Gemeindevorstand auf, einen Kataster erstellen zu lassen, der die beschädigten Straßen festhält. Auf diese Weise könnten Prioritäten gesetzt werden, erläutert Lange. „Sonst entgehen einem viele Dinge.“

Man wisse, in welchem Zustand die gemeindeeigenen Straßen sind, sagt Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD). Ihren Zustand haben Mitarbeiter des Bauhofs und des Bauamts im Blick. Ein Kataster würde sich für die rund 50 Kilometer Straße nicht rentieren – „er müsste extern erstellt werden und kostet 1000 Euro pro Kilometer“. Die so zusammenkommende Summe stecke man lieber in die Pflege der Straßen. 70 000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen.

Firma erledigt Aufgaben

Um die Behebung der Schäden kümmere sich eine Zeitarbeitsfirma. „Die Firma ist regelmäßig im Ort, wir gehen die Schäden ab und die Firma teilt sich dann ein, wann die Arbeiten gemacht werden“, so der Rathauschef. Dass das zeitnah passiere, basiere auf Vertrauen. Besonders im Winter hänge das von der Witterung ab und von anderen, dringlicheren Arbeiten, wie zum Beispiel Wasserrohrbrüchen, um die sich ebenfalls diese Firma kümmert.

Problemstraßen sind laut Lengemann zum Beispiel die Waldstraße und Rundstraße in Dörnhagen, in Bergshausen etwa die Flughafenstraße – diese Straßen gehören auch zu den von der CDU genannten Beispielen. Bei der Flughafenstraße stehen laut Bürgermeister zudem millionenschwere Kanalarbeiten an. Dieses Geld müsse erst einmal da sein, dann könne auch die Straße mitgemacht werden. „Sonst müsste sie zweimal aufgerissen werden, wie sollen wir das den Bürgern erklären?“

Dass diese, wie die CDU in ihrer Begründung schreibt, aufkommen müssten, streitet der Bürgermeister ab: Die 2013 eingeführten Straßenbeiträge von Anliegern beziehen sich auf Um- und Ausbau von Straßen, nicht aber auf die Reparatur von Schlaglöchern. Bei der Komplettsanierung einer Straße spiele also die Tiefe der Löcher für die Kosten der Anwohner keine Rolle.

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