Unternehmen arbeitet an Problem

Telefonleitungen in Fuldabrück gestört: Hausnotruf liegt lahm

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Knopf soll im Notfall Leben retten: Viele ältere und kranke Menschen nutzen das System, das es von mehreren Anbietern gibt.

Fuldabrück. Das System für Hausnotrufe kann beeinträchtigt werden, wie durch eine Störung des Telefonnetzes. Das ist momentan in Fuldabrück der Fall.

Das ist am Montag im Bereich des Fuldabrücker Ortsteils Dennhausen/Dittershausen der Fall. Mehrere Anrufe von besorgten Bewohnern erreichten unsere Redakltion am Montag – die Telefone funktionierten nicht, der Hausnotruf somit auch nicht. Betroffen waren Kunden der Telekom. „Uns liegt seit Samstag eine Störung in dem genannten Bereich vor“, bestätigt eine Telekom-Sprecherin. „Wahrscheinlich ist eines unserer Hauptkabel beschädigt. Die Technik-Kollegen sind vor Ort und setzen alles daran, den Fehler schnellstmöglich zu orten und dann zu beheben.“ Wann das soweit sein könnte, dazu sagte die Telekom nichts.

Hausnotrufe gibt es von verschiedenen Anbietern. Sie funktionieren im Normalfall so: „Das System besteht aus einer Basisstation und einem tragbaren Hausnotrufknopf, den es in verschiedenen Varianten gibt, zum Beispiel als Halskette oder als Armband“, erklärt Uwe Stegmann, Sachbearbeiter für Hausnotrufe beim ASB für Stadt und Landkreis Kassel. „Beide Geräte sind über Funk miteinander verbunden und über beide kann ein Notruf abgesetzt werden.“

Hausnotruf abhängig vom Telefon

Wer also Hilfe braucht, kann entweder direkt über die Basisstation mit einer Rettungszentrale kommunizieren oder den Knopf an Armband oder Halskette drücken, wenn man zu weit von der Station entfernt ist. „Wenn wir dann keine Stimme hören, weil derjenige vielleicht im Garten ist, ordnen wir das als Notfall ein und fahren sofort los.“

Das analoge System ist allerdings abhängig vom Telefon. „Funktioniert die Leitung nicht, funktioniert auch der Notruf nicht“, sagt Stegmann. „Da sind uns komplett die Hände gebunden.“

Es gibt auch mobile Notrufsysteme, die zum Beispiel über Funk funktionieren. „Diese Variante kommt für Menschen infrage, die keinen Festnetzanschluss haben.“ Alle anderen verwendeten das System übers Telefon. „Das ist mit Abstand die sicherste Variante und auch die günstigste. Bei mobilen Varianten könne schnell der Empfang gestört sein.

Unabhängig davon, warum ein Hausnotruf gestört ist – „das ist immer schlimm für die Betroffenen, die darin eine hohe Sicherheit für sich und ihre Gesundheit sehen“, so der Fachmann des Arbeiter-Samariter-Bundes.

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