Verunglückter stammt wohl aus Nordhessen

Tödlicher Unfall auf der A44: Mann von Lkw erfasst

Kassel/Fuldabrück/Baunatal. Auf der A44 Kassel Richtung Dortmund hat es in der Nacht zwischen dem Dreieck Kassel Süd und dem Westkreuz Kassel einen tödlichen Unfall gegeben.

Beteiligt an dem Unfall um 0.24 Uhr waren nach Angaben der Polizei ein Lkw und ein Mann, der offenbar zu Fuß auf der Autobahn unterwegs war und von dem Lkw erfasst wurde. Notarzt und Rettungswagen waren vor Ort, konnten aber nichts mehr für ihn tun. Auch die Berufsfeuerwehr Kassel war im Einsatz.

Um wen es sich bei dem Mann handelt, ist bisher nicht eindeutig geklärt, da er laut Polizei keinerlei Ausweispapiere bei sich hatte. Nach ersten Ermittlungen der Kasseler Kripo handelt es sich vermutlich um einen 50 Jahre alten Mann aus Nordhessen. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen deute alles auf einen Freitod hin, sagte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch am Vormittag gegenüber der HNA.

Aktualisiert: 10.17 Uhr.

Zeugenaussagen zufolge hatte der Mann gegen 0.20 Uhr etwa einen Kilometer hinter der Bergshäuser Brücke plötzlich und unvermittelt den rechten Fahrstreifen der A44 betreten. Ein zu diesem Zeitpunkt auf der rechten Fahrspur herannahender Sattelzug versuchte noch, ihm durch eine Vollbremsung und einen Fahrstreifenwechsel nach links auszuweichen. Da der Mann jedoch weiterlief, wurde dieser von der Frontseite des Lkw erfasst und dabei tödlich verletzt. Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Lastwagenfahrer erlitt einen Schock. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der Fahrer keine Chance, dem Mann auszuweichen.

Am Lkw entstanden 10.000 Euro Schaden. Er musste abgeschleppt werden.

Die Autobahn war in Richtung Dortmund zwischen 0.30 Uhr und 4.50 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wurde in dieser Zeit über das Autobahnkreuz Kassel-Mitte und die A 49 bis zum Autobahnkreuz Kassel-West umgeleitet.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, nicht über (geplante) Suizide zu berichten, es sei denn, sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Selbsttötungen.

Wenn Sie sich betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufgezeigt haben.

Hier war der Unfall

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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