Gemeindevertreter entscheiden

Windpark: Gemeinde Fuldabrück will bei Betreiberfirma einsteigen

Seit Ende 2013 in Betrieb: Die Rotoren in der Söhre sind rund 200 Meter hoch. Foto:  Schindler

Fuldabrück/Kassel. Seit gut anderthalb Jahren haben die Bewohner von Fuldabrück die knapp 200 Meter hohen Windkraftanlagen der Städtischen Werke Kassel vor Augen, jetzt will die Gemeinde bei dem Windpark Söhrewald/Niestetal einsteigen, zu dem neben den fünf Anlagen am Warpel zwei weitere am Sandershäuser Berg gehören.

In der kommenden Woche entscheiden die Gemeindevertreter über eine Offerte, die das Energieversorgungsunternehmen der Kommune Mitte Juni dieses Jahres unterbreitet hat. Vorgesehen ist demnach, dass Fuldabrück einen Anteil von 3,73 Prozent an der Windpark Söhrewald/Niestetal GmbH übernimmt. Der Kaufpreis beläuft sich den Unterlagen zufolge auf 482 000 Euro.

Folgen die Abgeordneten bei ihrer Sitzung am Donnerstag, 23. Juli (20 Uhr, Rathaus in Dörnhagen) der Empfehlung von Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD), wäre die Gemeinde die achte Gesellschafterin des Unternehmens. Neben den Städtischen Werken Kassel sind daran die Stadtwerke Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Witzenhausen, die Gemeindewerke Lohfelden sowie die Genossenschaften Bürger Energie Kassel & Söhre, Bürger-Energiegenossenschaft Niestetal und Energie-Genossenschaft Kaufunger Wald beteiligt. Zu dem Unternehmen gehört auch eine Fotovoltaik-Freilandanlage am Sandershäuser Berg bei Niestetal.

Bürgermeister Lengemann fordert unterdessen weiterhin, Anrainerkommunen von Windkraftanlagen, die im Staatswald stehen, an den Pachteinnahmen von Hessen- Forst zu beteiligen. Das Land plant dagegen lediglich ein Förderprogramm mit einem landesweiten Volumen von einer Million Euro pro Jahr bis 2018. Die Förderbedingungen stehen bislang noch nicht fest.

www.wp-sn.de

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