499 Euro per Überweisung

85-Jähriger wird Opfer von Hackern: Post-Angestellte verhindert Betrug in Fuldabrück

Fuldatal. Ein falscher Klick auf einen Link in einer E-Mail reicht, um Opfer von Betrügern im Internet zu werden.

Ein 85-Jähriger, der in einer Senioreneinrichtung in Ihringshausen wohnt, musste das jetzt erleben. Er wurde nach Angaben der Polizei am Wochenende Opfer eines Cybercrime-Angriffs.

Der 85-Jährige gab an, auf seinem Bildschirm sei ein Hinweis erschienen, der Rechner sei mit einem Virus infiziert und nur bedingt zu gebrauchen. Zudem erschien eine 0800-Servicenummer, die Abhilfe schaffen sollte. Die Polizei vermutet, dass der Mann dem vermeintlichen Serviceangebot folgte und die Nummer wählte. Dort wurde er angewiesen, der Installation des sogenannten Team-Viewers zuzustimmen. Nun hatten die Betrüger Zugriff auf den Rechner. Um ihn zu bereinigen, forderten die vorgeblichen Helfer eine Online-Banking-Überweisung. Nachdem diese offenbar fehlschlug, baten die Betrüger um eine Einmalzahlung in Höhe von 499 Euro per Überweisung.

Da der Mann sich schnellstmöglich wieder virenfrei im Netz bewegen wollte, machte er sich auf den Weg zur Post, um das Geld auf das Konto einer britischen Firma zu überweisen. Die dortige Angestellte reagierte goldrichtig. Ihre Vermutung, es könnte sich um eine Betrugsmasche handeln, rettete den Rentner vor einem finanziellen Schaden.

Die Beamten der verständigten Funkstreife des Polizeireviers Nord ließen sich für die weiteren Ermittlungen den PC des Seniors zeigen, fertigten Screenshots von der bereits installierten Schadsoftware und deinstallierten schließlich auf Bitten des Opfers die Programme. Wie die Polizei mitteilt, ist noch unklar, wie sich die Schadsoftware auf dem Rechner des Seniors einnistete. 

Hinweise, wie man sich im Internet schützen kann, finden Sie auch unter www.polizei.hessen.de oder dem folgenden Link.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Friso Gentsch

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