Schnelles Internet für 1700 Hauhalte

Ahnatal: Telekom baut Breitbandnetz ab Herbst 2017 aus

Ahnatal. Gute Nachrichten für die Gemeinde Ahnatal. Ab dem vierten Quartal 2017 soll der Ausbau des Breitbandnetzes via Glasfasertechnik beginnen. Laut Telekomsprecher George McKinney werden dann 1700 Haushalte von der schnellen Internetverbindung profitieren:  „Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.“

Michael Aufenanger

Die Telekom will dazu laut McKinney rund fünf Kilometer Glasfaser in Ahnatal verlegen und zehn Verteiler, so genannte Multifunktionsgehäuse (MFG) aufstellen oder bereits Vorhandene Verteilerkästen mit der modernen Technik ausstatten. Welche Straßenzüge in den drei Ortsteilen angeschlossen werden, kann der Telekomsprecher noch nicht konkret benennen – die Planungen seien noch nicht abgeschlossen. „Wir stehen in Kontakt mit dem Bauamt um gemeinsam festzulegen, wo die Multifunktionsgehäuse aufgestellt werden können.“ Sicher sei aber, dass der Ortsteil Weimar mit Glasfaser versorgt werde. Dort wo das Netz ausgebaut wird, verspricht die Telekom ein leistungsstarkes Netz, das Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich machen soll. Auch das Streamen von Musik und Videos und das Speichern in der Cloud soll mit der neuen Technik bequemer für die Kunden werden, so McKinney. Ahnatals Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) zeigt sich zufrieden mit der Zusage seitens der Telekom, die Gemeinde als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver zu gestalten: „Die Ansprüche der Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig.“

Um den Breitbandausbau in der Fläche zu voranzutreiben, investiert der Telekommunikationsdienstleister jährlich bis zu vier Milliarden Euro in den Netzausbau, sagt Thomas Peter, Regionalmanager der Deutschen Telekom.

Die Technik 

Und so kommt das schelle Netz in die Haushalte: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler werden veraltete Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen.

Im Multifunktionsgehäuse wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit. (alh)

Rubriklistenbild: © dpa

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