Alte Halle in Fuldatal bleibt Salzlager: Abriss erst 2015

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Bleibt stehen: Die Halle des ehemaligen Raiffeisengebäudes unweit des Rathauses soll weiter als Salzlager dienen. Vor den Bergen des Streuguts – durch den milden Winter sind noch 120 Tonnen vorhanden – Uwe Vondermühl, Leiter des Baubetriebshofs der Gemeinde. Archivfoto: Schräer

Fuldatal. Die Halle des ehemaligen Raiffeisengebäudes in Ihringshausen wird vorerst nicht abgerissen. Dies machte Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) deutlich, als er jüngst dem Parlament das neue Winterdienstkonzept der Gemeinde vorstellte.

Danach wird die Halle, die zwischen Rathaus und Senioreneinrichtung steht, auch im kommenden Winter noch als Salzlager genutzt.

Die Gemeinde hatte sich mit der Genehmigung der benachbarten Senioreneinrichtung, die im Mai 2011 eingeweiht wurde, zum Abriss der Halle verpflichtet. Eine zeitliche Frist, bis wann der Abriss erfolgen muss, gibt es allerdings nicht. Auf der Fläche sollen dringend benötigte Parkplätze entstehen.

Streusalz hält die Gemeinde in dem massiv gemauerten Bau aus den 60er-Jahren mit einem Dach aus Stahl-Holz-Konstruktion seit Ende vergangenen Jahres vor. Bis Ende 2013 diente eine marode Scheune aus Holz neben der Halle als Lagerstätte. Die Scheune wurde abgerissen.

Auch an deren Stelle will die Gemeinde Parkplätze schaffen. Dies verzögert sich allerdings, da unter einem Teil des Scheunenbaus ein deutlich stärkeres Betonfundament vorgefunden wurde als vermutet. Dessen Beseitigung gestaltete sich schwierig, außerdem soll noch geklärt werden, ob das Material mit Schadstoffen belastet ist. Proben wurden genommen, das Gutachten steht noch aus.

Dass die Halle des Raiffeisengebäudes noch nicht abgerissen werden kann, liegt einmal an dem milden Winter. So sind laut Bürgermeister von 160 Tonnen Streusalz-Vorrat für die kalte Jahreszeit 2013/2014 noch 120 Tonnen vorhanden. Aber auch daran, dass es keine alternative Lagermöglichkeit in Ihringshausen gibt. Diese soll erst noch auf dem Gelände des Baubetriebshofes geschaffen werden.

Dort ist geplant, zwei Silos mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 150 bis 200 Tonnen für 125 000 Euro zu errichten. Laut Bürgermeister sollen die notwendigen Fundamente in diesem Jahr gebaut und im Herbst der erste Hochsilo aus glasfaserverstärktem Kunststoff aufgestellt werden. 2015 folge der Bau des zweiten Silos.

Die beiden Salzspeicher ermöglichen eine bessere Beladung der Streufahrzeuge, die unter die Hochsilos fahren können und nicht wie bisher per Radlader mit Salz befüllt werden müssen. Generell werde die Gemeinde mit weniger Streusalz auskommen, da künftig ein Gemisch aus Salz und Lauge auf die Straßen gebracht werde.

Mit dem 2015 umgesetzten Konzept des Winterdienstes sei die Gemeinde zukunftsfähig aufgestellt, meint der Bürgermeister. Kleines Fragezeichen: Sollte der Schutzschirm-Gemeinde das notwendige Geld fehlen, kann sich der Bau der Silos verzögern.

Von Michael Schräer

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