Ihringshausen: Seit April wird Veckerhagener Straße saniert

Anlieger in Fuldatal müssen jetzt 1,4 Millionen zahlen

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Dauerbaustelle: Seit April 2016 wird die Veckerhagener Straße in Ihringshausen grundlegend saniert. Die Arbeiten werden voraussichtlich im November 2018 abgeschlossen.

Fuldatal. Wer an der Veckerhagener Straße in Ihringshausen ein Grundstück besitzt, wird dieser Tage kräftig schlucken müssen. 137 Bescheide mit einer Gesamtforderung in Höhe von 1,4 Millionen Euro sind am Freitag verschickt worden.

Während einige Eigentümer nur wenige hundert Euro zahlen, müssen andere Anlieger deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Wer wie viel zahlen muss, wird anhand der Grundstücksfläche und den Geschossflächenzahlen errechnet. Außerdem wird zwischen privater und gewerblicher Nutzung unterschieden.

Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) weiß, dass die Forderung für einige Anlieger eine hohe Summe ist: „Ich kann verstehen, wenn die Bürger verärgert und geschockt sind.“ Der Verwaltungschef bedauert, dass für die Bauarbeiten nur die Regelförderung gilt. „Wir haben versucht, die Veckerhagener Straße als wichtige überörtliche Verbindungsstraße einzustufen, damit die Anlieger nur einen Beitragssatz von 25 Prozent tragen müssen.“ Somit hätte die Gemeinde 75 Prozent der Kosten übernommen und wiederum dreiviertel der Kosten über eine Förderung durch den Bund deckeln können.

Aufgrund der Straßenbeitragssatzung werden die Kosten als Vorauszahlung auf die Anlieger umgelegt und sind innerhalb eines Monats fällig. Dass die in die Jahre gekommene Straße saniert werden muss, ist den Anliegern bereits seit 2006 bekannt. Auf einem Kilometer Länge, unterteilt in fünf Abschnitte wird seit April 2016 gebaut. Die Straße wird auf 6,5 Meter Breite reduziert und aspahltiert, die Gehwege gepflastert, Folgende Kosten müssen die Anlieger nicht übernehmen: 

• Die Wasser- und Kanalleitungen und Kabeltrassen werden über die Gebühren für Wasser- und Abwasser der EAM, der Telekom und der Städtischen Werke gezahlt. 

• Die LED-Straßenlampen. 

• Die Beweissicherung und Dokumentation zur Absicherung bei Schäden. 

• Die Platzgestaltungen in der Ortsmitte. Davon ausgenommen ist die Bushaltestelle.

Die Gemeinde hat ab Mittwoch, 1. November, ein Anliegertelefon geschaltet.

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