Unmut und Ärger bleiben

Anlieger in Wilhelmshausen ziehen Widersprüche gegen Straßenbeiträge zurück 

Fuldatal. Die hohen Kosten für die Straßensanierung in Fuldatal-Wilhelmshausen haben für großen Unmut bei den Anliegern gesorgt. Einige von ihnen legten Widerspruch gegen die Straßenbeiträge ein – nun sind sie zurückgerudert.

Wie Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) auf Anfrage mitteilt, prüfte ein Rechtsanwalt, der die Anlieger vertritt, kürzlich die Akten im Rathaus, um sich einen Überblick zu verschaffen: „Dabei hat er festgestellt, dass die Beiträge korrekt berechnet wurden.“ Der Jurist habe daraufhin seinen Mandanten geraten, die Widersprüche zurückzuziehen. Ein Großteil der Betroffenen habe dies bereits getan.

Trotzdem fühlen sich die Wilhelmshäuser übers Ohr gehauen. So zumindest berichtete es Hans Kosub, der zwar selbst nicht von einer Nachzahlung betroffen ist, sich aber als Fürsprecher für die Anlieger sieht: „Die Bescheide über die Heranziehung zum Straßenbeitrag wurden den Anliegern ohne jegliche Erläuterung nach der Methode – Friss oder stirb – zugesandt“, sagt er. Die Zusammenhänge habe man erst nach mühsamer Recherche und einer Anliegerversammlung aufklären können. „Das ist eigentlich die Aufgabe der Verwaltung“, kritisiert Kosub.

Besonders ärgert ihn die Höhe der Bescheide in der Berliner Straße. Ein Anlieger müsse mehr als 42.000 Euro zahlen, ein anderer Wilhelmshäuser über 38.000 Euro. Das sei unzumutbar. Auch in der Pommernstraße müssten die Anlieger kräftig nachzahlen. „Die Straßenbeitragssatzung ist in höchstem Maße ungerecht und unsozial.“ Straßensanierungen müssten über Steuereinnahmen oder wiederkehrende Straßenbeiträge finanziert werden, fordert der Senior.

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