DLRG nimmt Schwimmabzeichen in Ihringshausen ab

Führen eine Seepferdchen-Prüfung vor: Gabriele Hennig (von links), Timo Weinberger, Julian Hörtzsch, Kathrin Becker, Kim Jörres und Jessica Strich von der DLRG Fuldatal sind ins Wasser gesprungen, 25 Meter geschwommen und haben nach Ringen getaucht. Fotos: Wienecke

Fuldatal. „Immer weniger Kinder und Jugendliche erlernen heutzutage das Schwimmen“, bedauert der Jugendwart der DLRG Ortsgruppe Fuldatal, Julian Hörtzsch.

„50 Prozent der Kinder und Jugendlichen und ein Viertel der Erwachsenen haben kürzlich bei einer Umfrage in Deutschland angegeben, Nichtschwimmer oder schlechte Schwimmer zu sein“, ergänzt Tobias Volland, der stellvertretende technische Leiter der DLRG Fuldatal.

Ein Grund dafür ist, dass in vielen Schulen derzeit kein Schwimmunterricht angeboten werden kann. Lehrer müssen aufgrund einer Neufassung der „Verordnung über die Aufsicht über Schülerinnen und Schüler“ ihre Rettungsfähigkeit durch Vorlage eines Deutschen Rettungsschwimmabzeichens in Bronze nachweisen, das nicht älter als fünf Jahre sein darf.

Die DLRG Ortsgruppe Fuldatal bietet die Ausbildung zum Rettungsschwimmer und ihre Auffrischung an, ferner gibt es in Kooperation mit der Gemeinde Fuldatal einen Tag des Schwimmabzeichens, der am Wochenende zum fünften Mal stattfand.

Jan Reinhardt ist trotz des Dauerregens mit seinen Eltern ins Waldschwimmbad in Ihringshausen gekommen, um seine Schwimmprüfung abzulegen. Die Abnahme von Abzeichen durch die DLRG ist während der gesamten Badesaison möglich. „Ich bin vom Ein-Meter-Brett gesprungen, 200 Meter geschwommen, habe einen Ring aus dem Wasser geholt und die Baderegeln erklärt“, berichtet der Siebenjährige und zeigt sein Schwimmabzeichen in Bronze stolz vor.

Die Ausbildung hilft Schwimmern dabei, sich selbst aus Gefahrensituationen zu befreien. Rettungsschwimmer erlernen darüber hinaus, anderen zu helfen. „Die Gefahren durch Strömungen in Gewässern werden immer größer. Viele wissen das nicht“, berichtet Tobias Volland. „Sie bringen sich selbst und ihre Retter damit in Lebensgefahr“, erklärt Julian Hörtzsch.

„Für das Rettungsschwimmabzeichen muss man in Kleidung schwimmen können und das Abschleppen von Personen beherrschen“, berichtet Jessica Strich aus der Jugendgruppe. Friedhelm Volland, der zweite Vorsitzende der Ortsverbands, ist seit 40 Jahren Mitglied des Vereins. Er bescheinigt der 13-Jährigen großes Potenzial. „Das Training verläuft bei uns zielorientiert, jedoch ohne großen Druck“, betont er.

Neben der Schwimmausbildung und dem Wasserrettungsdienst an der Fulda verstärken die Rettungsschwimmer der Ortsgruppe Fuldatal das Schwimmmeisterteam in Ihringshausen. Im Urlaub unterstützen sie darüber hinaus drei Rettungsstationen an der Nord- und Ostsee.

Matti Reinhardt liebt wie sein Bruder Jan das Wasser. Damit der Vierjährige schon einmal weiß, was er für sein erstes Abzeichen, das Seepferdchen, können muss, führen es die Rettungsschwimmer vor. Sie springen vom Beckenrand und schwimmen 25 Meter, um dann nach Ringen zu tauchen. (pbw)

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