Sie tanzen in Reihe und Glied

Bei der Linedance-Gruppe "Donkey Dancers" aus Knickhagen steht der Spaß im Vordergrund

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Sie gibt es seit acht Jahren: Die Linedance-Gruppe „Donkey Dancers“ aus Knickhagen trifft sich immer mittwochs, um neue Choreografien einzuüben. 

Fuldatal. Die Fingerkuppen der Donkey Dancers stecken lässig in den Hosentaschen der Jeans, während die Füße in den Cowboy-Stiefeln genau im Takt der Musik einige Schritte nach vorn gehen – dann wieder zurück.

Sie stampfen auf den Boden, manchmal auch nur mit den Hacken. Die Musik ist schwungvoll, die Atmosphäre konzentriert.

Linedance wird hier im DGH in Knickhagen geübt. Das ist zwar nicht schwer zu lernen, aber zu jedem Song gibt es eine eigene Choreografie – und die will geübt werden.

Schrittfolge ist wichtig

„Genau das macht ja einen großen Teil des Reizes von Linedance aus“, sagt Tanja Heinemann. Dass viele Menschen, die in Reihen nebeneinander und hintereinander stehen, zur Musik genau die gleichen Schrittfolgen ausführen.

„Das sieht wirklich toll aus, wenn bei manchen Treffen dann 70 oder 80 Leute gemeinsam dieselbe Choreografie tanzen“, sagt Andreas Heinemann. Andreas und Tanja Heinemann sind die Vorsitzenden der Donkey Dancers aus Knickhagen. Seit mehr als zehn Jahren sind sie vom Linedance fasziniert.

„Linedance ist etwas, das die unterschiedlichsten Menschen zusammenführt“, sagt Tanja Heinemann. Das zeigt sich auch in Knickhagen. Das jüngste Vereinsmitglied ist 20 Jahre alt, das älteste 65 Jahre. Weil die Heinemanns Spaß in der Gruppe haben wollten, gründeten sie vor acht Jahren die Donkey Dancers. „Wir waren damals bei Freunden in Immenhausen, die bei einer Feier einen Linedance aufgeführt haben. Anschließend haben wir uns gleich für einen Kurs angemeldet“, sagt Andreas Heinemann. Zu Beginn hatten die Donkey Dancers acht Mitglieder.

Jetzt mit 16 Tänzern

Heute sind es 16. Sie hätten auch nicht damit gerechnet, das es so eine große Nachfrage im Dorf geben würde. „Wir haben sogar Teilnehmer, die aus Edermünde-Besse zu uns kommen“, sagt Heinemann. Es sei auch die familiäre Atmosphäre, die die Menschen vom Linedance fasziniert. Die Donkey Dancers treffen sich regelmäßig mit anderen Vereinen auf nationalen und internationalen Veranstaltungen. „Egal, auf welche Veranstaltung man kommt, man trifft immer jemanden, den man kennt“, sagt Heinemann.

Einmal pro Woche wird bei den Donkey Dancers in Knickhagen trainiert. „Momentan üben wir den Catalan-Style“, erklärt Tanja Heinemann. Wer zum Training kommt, zahlt einen monatlichen Obolus von fünf Euro. Wer nicht am Training teilnimmt, zahlt auch nichts. Jeden Mittwoch trainieren die Donkey Dancers aus Knickhagen in der Kategorie für Fortgeschrittene. Die Heinemanns haben dafür das örtliche Dorfgemeinschaftshaus gemietet. Trainiert wird immer von 19 bis 21 Uhr. Wer Lust hat, kann einfach mal beim Training vorbeischauen.

Was ist Linedance?

Was in den USA schon seit Jahrzehnten populär ist, findet auch in Nordhessen immer mehr Anhänger: der Linedance. Wörtlich übersetzt heißt das „Linientanz“, was das Erscheinungsbild nach außen gut beschreibt. Denn die Tänzer stellen sich einzeln in Linien auf und führen zur Musik synchron Schrittfolgen aus. Diese enthalten oft Anleihen aus Standard- oder lateinamerikanischen Tänzen wie Rumba, Chachacha oder Walzer. Als Musik muss kein Western-Country-Song dienen. Auch Pop-Musik oder irische Musik ist geeignet – seinen Ursprung hat der Linedance nämlich in Irland. Nicht zu verwechseln ist er mit Squaredance, wo sich die Tänzer paarweise aufstellen.

Weitere Information unter: www.donkey-dancers.de

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