Gelungener Rollenwechsel in Fuldatal

Bilanz nach einem Jahr: Karsten Schreiber als Fuldataler Bürgermeister

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Am ersten Arbeitstag im Rathaus: Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) vor einem Jahr hier mit seiner Sekretärin Gudrun Küchenmeister.

Fuldatal. Seit einem Jahr ist Karsten Schreiber (CDU) Bürgermeister von Fuldatal. Eine relativ kurze Zeit, legt man die oft langwierigen Verwaltungsabläufe zugrunde. Und doch hat der 47-Jährige einiges bewegt. Somit lohnt sich eine frühe Zwischenbilanz seiner Arbeit.

Die Ausgangslage Schreibers, der zuvor als Selbstständiger eine Werks- und Handelsvertretung betrieb, war eine durchaus kritische, was die Arbeit der Verwaltung und auch das Verhältnis zwischen Rathaus und Gemeindeparlament anging.

In diesem hat eine Koalition aus SPD und Grünen bereits in der zweiten Legislatur eine Mehrheit, die mit Schreibers Vorgängerin im Amt, Anne Werderich (FDP), zunehmend im Clinch lag. Wie auch mit Schreiber, als dieser noch CDU-Fraktionsvorsitzender war.

Den Rollenwechsel zum Bürgermeister aber vollzog der Christdemokrat derart gekonnt, dass sich Besucher der Parlamentssitzungen verwundert die Augen rieben. Denn er löste ein, was auch von SPD und Grünen zuvor immer wieder angemahnt wurde. Mit Schreiber beantwortete die Verwaltung Anfragen aus dem Parlament und zwar in ausführlichen Berichten mit allen relevanten Fakten zum Für und Wider eines Sachverhalts.

Sachliche Analyse, klare Argumente mit logischen Folgerungen, so wurden auch die Beschlussvorlagen präsentiert. Mit durchschlagendem Erfolg. Einstimmig passierten sie die Gemeindevertretung. Selbst als es zum Beispiel darum ging, die Eintrittspreise für das Waldschwimmbad zu erhöhen oder auch das Mitteilungsblatt nicht mehr kostenlos an die Haushalte zu verteilen, sondern auf Abo-Bezug umzustellen. Hiergegen hatte sich die SPD in Vorjahren vehement gewehrt.

In nur zwei Fällen versagten SPD und Grüne dem Bürgermeister die Gefolgschaft. Die Fraktionen halten anders als Schreiber an der Einführung einer Pferdesteuer fest, setzen sie aber bis zu einem Grundsatzurteil aus. Und sie lehnten die Erhöhung der Abwassergebühren ab, die Schreiber für erforderlich hält.

Auch die Mitarbeiter der Verwaltung, die Schreiber grundlegend umkrempelte, gehen den Kurs des Bürgermeisters mit. Der wünscht sich nicht nur eine effektivere Arbeitsstruktur, übersichtlicher für die Einwohner. Er sorgt auch für bessere Rahmenbedingungen durch moderne Ausstattung und bessere Arbeitsbedingungen.

Von Michael Schräer

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