Bullenhitze, aber kein kühlendes Eis

Unmut im Ihringshäuser Bad: Schlechter Service am Kiosk

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Abkühlung im Waldschwimmbad Ihringshausen: Die Becken, hier zu sehen das der Nichtschwimmer, sind am Donnerstagnachmittag randvoll. Auch Tessa Harraries und Janina Rosenkranz nutzten die Abkühlung. Kritik gibt es am Schwimmbadkiosk.

Fuldatal. Der schlechte Service und die mangelnde Kundenfreundlichkeit der Gastronomie im Waldschwimmbad in Ihringshausen sorgen für großen Unmut unter den Badegästen.

Nach HNA-Informationen hatte der Schwimmbad-Kiosk beispielsweise am Mittwochabend bereits um 18.30 Uhr den Betrieb eingestellt, obwohl das Schwimmbad - bei Temperaturen über 30 Grad Celsius - noch brechend voll war und eine Schlange durstiger und hungriger Badegäste vor der Tür standen. Ebenfalls für Unmut sorgt, dass der Pächter offenbar nur einen der beiden Kioske im Schwimmbad geöffnet hat. Dadurch kommt es zu langen Wartezeiten.

Die Problematik ist auch der Gemeinde Fuldatal bekannt. Aufgrund der Schwierigkeiten habe der Pächter bereits im vergangenen Jahr den Vertrag zum Ende der Saison 2015 gekündigt. „Wir erkennen an, dass die Gastronomie im Schwimmbad ein Saisongeschäft ist und können nachvollziehen, dass es schwer ist Personal zu finden“, sagte Bürgermeister Karsten Schreiber auf HNA-Anfrage. Seinerzeit hatte sich die Gemeinde aus fünf Bewerbern für die Vellmarer Gastronomen-Familie Müller entschieden, die daraufhin das Restaurant und die zwei Kioske im Waldschwimmbad im vergangenen Jahr übernommen hatten. Die Familie um Uwe Müller und Seniorchefin Brunhilde Müller sind erfahrene Gastronom. Sie betreiben auch das Ahnepark-Café Vellmar, das Bistro Linie 1 am Rathausplatz in Vellmar und die Gastronomie im Bürgerhaus Vellmar-West.

Pachtvertrag gekündigt.

„Wir können den Betrieb aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht mehr aufrecht erhalten“, begründete Gastronom Uwe Müllern die verkürzten Öffnungszeiten. Er habe allein in dieser Saison bereits 11.000 Euro für Personalkosten aus eigener Tasche bezahlt, weil er wochenlang keine Gäste hatte. Wenn dann plötzlich 4000 Menschen ins Bad kämen, müsse man eben mit langen Wartezeiten rechnen. Da in der veralteten Küche Temperaturen von über 60 Grad Celsius geherrscht hätten, habe er aus Rücksicht auf sein Personal den Kiosk schließen müssen.

Ruinöse Tageseinnahmen

Zudem habe er im vergangenen Jahr rund 30.000 Euro in den Betrieb investiert. Im vergangenen Jahr habe er zudem noch den zweiten Kiosk geöffnet, der aber schlecht frequentiert gewesen sei. „Wir hatten teilweise Tagesumsätze von 30 Euro, das ist ruinös.“ Deshalb habe Müller sich entschlossen, den Pachtvertrag zu kündigen.

Die Gemeinde Fuldatal hofft indes, für die Badesaison 2016 einen neuen Pächter zu finden, um das gastronomische Angebot aufrecht zu erhalten - auch für neue Ideen und Konzepte sei die Gemeinde offen.

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