500 Verdachtspunkte in der Erde

Blindgänger-Suche: Behinderungen auf der B3 möglich

Fuldatal. Auf Verkehrsbehinderungen müssen sich Autofahrer auf der Bundesstraße 3 in den kommenden Monaten gefasst machen.

Ab Montag wird die Strecke zwischen Fuldatal-Simmershausen und Fuldatal-Wilhelmshausen auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht, teilte Hessen Mobil am Freitagvormittag mit.

Grund für die Sperrung sei die ursprünglich in diesem Jahr geplante Fahrbahnsanierung der Bundesstraße 3 in diesem Streckenbereich. „Die im Rahmen der Planung des Bauvorhabens vorgenommene routinemäßige Abfrage beim Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen ergab, dass sich der Streckenabschnitt in einem Bombenabwurfgebiet sowie im Bereich von ehemaligen Flakstellungen befindet und daher grundsätzlich vom Vorhandensein von Kampfmitteln ausgegangen werden muss“, teilte Behördensprecher Horst Sinemus mit.

Horst Sinemus

Nach dem „Scannen“ der Fahrbahn im Mai diesen Jahres seien 500 Kampfmittel-Verdachtspunkte mit unterschiedlichem Durchmesser und Volumen sowie unterschiedlicher Tiefenlage entdeckt worden. Vor dem Beginn der eigentlichen Bauarbeiten müssten nun die Verdachtspunkte genau untersucht werden. Deshalb werde die Fahrbahndecke erst im kommenden Jahr saniert.

Einsatz von Spezialgeräten 

Die Ausgrabung der 500 möglichen Blindgänger werde durch qualifiziertes Personal mit Spezialgeräten erfolgen. Zudem werden die Arbeiten unter ständiger Aufsicht von speziell ausgebildeten Truppführern mit Befähigungsschein nach § 20 Sprengstoffgesetz durchgeführt, damit die Bombenblindgänger unverzüglich gesichert und bei Bedarf entschärft werden können, heißt es in der Mitteilung von Hessen Mobil.

Wegen der umfangreichen Arbeiten muss die Fahrbahn in den kommenden Monaten in mehreren Teilabschnitten halbseitig gesperrt werden. Die Verkehrsführung erfolgt während der Sperrungen mittels Ampelregelung.

Die Verkehrsbehörde geht davon aus, dass die Arbeiten im November abgeschlossen seien werden.

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