Tier ist seit Montagabend weg

Zuchthahn ist 4000 Euro wert: Don-Bak aus Fuldatal ist verschwunden

Fuldatal. „Don-Bak“ ist seit Montagabend verschwunden. Marco Drzisga aus Wilhemshausen vermisst seinen Zuchthahn. Der 28-Jährige ist entsetzt: „Ich kann  immer noch nicht glauben, dass er weg ist.“

Don-Bak ist ein Bielefelder Kennhuhn Hahn, wiegt fünf Kilogramm und ist zwei Jahre alt. Der Zuchtwert liegt zwischen 3000 und 4000 Euro. „Ich wohne seit sieben Monaten hier in Wilhelmshausen. Das Gehege von meinem Pony wurde auch schon mal aufgemacht. Aber das jemand meinen Zuchthahn klaut, habe ich nicht für möglich gehalten“, sagt der 28-jährige.

Don-Bak ist ein Bielefeld Kennhuhn

Drzisga hat sogar eine Kamera-Attrappe an seinem Haus angebracht. Den Dieb hat es allerdings nicht abgeschreckt. „Mein Hund ist auch manchmal draußen vor der Haustür“, so Drzisga. Der Hahn war am Montagabend um 18 Uhr noch da. Zu dieser Zeit muss er sich mit anderen Hühnern in dem im Wohnhaus integrierten Stall aufgehalten haben, so Drzisga. Die Tür zum Außengehege stand dabei offen. Die Hühner und Gänse können ins Freie, sind aber gegen ein Weglaufen gesichert.

Aus diesem Gehege wurde der Zuchthahn gestohlen: Marco Drzisga aus Wilhelmshausen, lebt als Selbstversorger. Sein Zuchthahn „Don-Bak“ ist 4000 Euro wert und wurde gestohlen.

„Während ich zwei Stunden weg war, muss jemand das Gehege aufgemacht und ihn mitgenommen haben“, sagt Drzisga. Drzisga ist vor sieben Monaten aus Kassel nach Wilhelmshausen gezogen, um als Selbstversorger zu leben. Das Haus, in dem er wohnt, ist nach einem Brand stark sanierungsbedürftig. „Momentan stehe ich vor großen finanziellen Problemen. Durch den Zuchthahn konnte ich meine Rechnungen begleichen und Einkäufe erledigen. Mit dem Verkauf der Eier konnte ich Futter für die anderen Tiere kaufen“, sagt Drzisga.

Neben den Hühnern und Gänsen hält Drzisga noch Küken, Masthähnchen, ein kleines Pony namens Moritz, das er aus einem Tierheim hat, und Kaninchen. Zudem ist der 28-Jährige im Taubenzuchtverein aktiv. „Für mich sind Tiere die besseren Menschen. Man erfährt soviel Dankbarkeit und Vertrauen von den Tieren. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich nach Hause komme.“ Allerdings überlegt der 28-Jährige, ob er noch länger in Wilhelmshausen bleibt. „Ich habe das Gefühl, dass meine Arbeit hier zum Teil sehr kritisch gesehen wird und das ich die Tiere nicht artgerecht halten würde“, so Drzisga.

Deshalb hatte er mit dem Veterinäramt Kassel einen Termin vereinbart. Die Art und Weise wie er Tiere hält, sei völlig in Ordnung, sagt Drzisga. Don-Bak bringt das allerdings nicht zurück.

Rubriklistenbild: © privat/nh

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