Kurzinterview mit Bürgermeister Karsten Schreiber: „Ein harter Weg“

Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) zum Geld

Fuldatal. Die Gemeinde Fuldatal hat 850.000 Euro vom Land Hessen aus dem Topf des kommunalen Finanzausgleichs bekommen. Was mit dem Geld gemacht wird, erklärt Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU).

Was ist der kommunale Finanzausgleich?

Karsten Schreiber:  Wir können damit einen Teil unserer Schulden zurückzahlen. So, wie es auf nationaler Ebene einen Länderfinanzausgleich gibt, hat Hessen einen solchen Topf für den kommunalen Finanzausgleich. Reiche Kommunen zahlen dort ein, die mit einem Defizit hingegen können einen Antrag stellen, Geld aus diesem Topf zu bekommen. Das haben wir für die Jahre 2009 bis 2011 gemacht. Nach einer Prüfung hat man uns 1,9 Millionen Euro zugesichert. Die bekommt man nicht auf einmal, sondern in zwei Abschlägen. In einer ersten Auszahlung haben wir jetzt 850.000 Euro bekommen.

Für was wird das Geld verwendet?

Schreiber: Das ist vom Land vorgegeben – ein Ferrari für den Bürgermeister ist nicht drinnen. Stattdessen werden wir mit dem Geld einen Teil unserer Defizite ausgleichen. Trotz des Geldes vom Land wird es ein harter und steiniger Weg, das zu schaffen.

Hat die Zahlung was damit zu tun, dass Fuldatal eine Schutzschirmgemeinde ist?

Schreiber:  Nein. Der Schutzschirm ist ein Angebot des Landes, mit dem besonders stark verschuldeten Gemeinden geholfen wird. Der teilt sich wie folgt auf: Zum einen wird ein Teil der Schulden übernommen, zum anderen bekommen wir eine Zinsbeihilfe. Wir müssen also nicht mehr so viele Zinsen zahlen. Als Gegenleistung müssen wir die Ausgaben reduzieren und die Einnahmen erhöhen, die Steuern also anheben. Das hat unserer Gemeinde schon was gebracht. (cow)

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