Flüchtlinge: Kein Erstaufnahmelager in alter Kaserne Rothwesten

Fuldatal. Die frühere Fritz-Erler-Kaserne in Fuldatal-Rothwesten ist bei der Suche des Landes Hessen nach weiteren Standorten für die Erstaufnahme von Flüchtlingen aus dem Rennen.

Die notwendigen Umbauten der leerstehenden Gebäude sowie die Versorgungsleitungen, die hätten verlegt werden müssen, wären zu teuer geworden, erklärte Ute Jäger, Sprecherin des Landkreises, am Montag auf HNA-Anfrage.

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Das Land ist angesichts des Zustroms von Flüchtlingen zurzeit auf der Suche nach weiteren Orten, an denen Außenstellen des Erstaufnahmelagers in Gießen eingerichtet werden können. Bislang gibt es mit dem alten Flughafen Kassel-Calden eine Außenstelle im Landkreis Kassel. Sie ist mit rund 1000 Flüchtlingen belegt.

Im Blick hat das Land dem Vernehmen nach aber einen weiteren Standort in Fuldatal: Auch die Lehrerfortbildungsstätte Reinhardswaldschule in Simmershausen ist angeblich immer noch im Fokus. Weiterhin geprüft wird auch, ob eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der früheren Kaserne der Bereitschaftspolizei in Kassel-Niederzwehren einziehen kann.

Ungeachtet der Prüfung des Standortes Erler-Anlage durch das Land hat dort der Umbau eines früheren Militärgebäudes zu einer Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 100 Flüchtlinge begonnen. Das Gebäude, das der Landkreis von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übernommen hat, soll Ende des Jahres bezugsfertig sein. Dann soll die umstrittene Unterkunft in Ihringshausen geschlossen werden.

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