Fulda-Radweg R1: Löcher sollen 2016 verschwinden

Miserabler Zustand: Löcher, Pfützen und Schlamm machen es den Radfahrern auf dem R 1 schwer. Häufig weichen sie auf Grünstreifen oder die parallel verlaufende Landesstraße aus. Archivfotos: Rogge-Richter

Fuldatal. Schlaglöcher, Pfützen und Schlamm: Für Radfahrer ist des Fulda-Radwegs R 1 auf Fuldataler Gemeindegebiet Nahe der Kragenhöfer Brücke alles andere als ein Vergnügen.

Nachdem - wie bereits berichtet - die Vorarbeiten am Radweg auf dem Kasseler Gebiet bei Wolfsanger begonnen haben, soll nun auch das Teilstück bei Fuldatal ausgebaut werden. „Wir haben im vergangenen Dezember den Förderantrag zum Ausbau des Radwegs eingereicht“, sagt Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) auf Anfrage der HNA. Im Haushaltsplan für dieses Jahr seien dafür Planungskosten in Höhe von 108 000 Euro eingearbeitet. Dazu kommen zusätzlich 627 000 Euro Baukosten, die im Investitionsprogramm für 2016 eingeplant sind.

Der 255 Kilometer lange Fulda-Radweg R 1 ist Hessens längster Flussradweg. Er führt von Gersfeld in der Rhön über Fulda, Schlitz, Bad Hersfeld, Rotenburg, Melsungen, Kassel und Fuldatal nach Hann. Münden und dann weiter an der Weser nach Bad Karlshafen.

„Ich bin für den Ausbau des Radweges, aber natürlich bedarf es einer Mehrheit im Parlament“, so Schreiber. Dieses stimme am 11. Februar über den Etat ab. „Wegen des Schutzschirms muss der Haushalt auch vom Regierungspräsidium abgezeichnet werden“, sagt der Bürgermeister.

Darüber hinaus hoffe er, dass das Land einen Großteil der Baukosten übernimmt. Normalerweise seien die Träger der Straßen auch für begleitende Radwege zuständig, so Schreiber. „Da parallel zum R 1 eine Landesstraße verläuft, ist für den Radweg aus unserer Sicht das Land zuständig“, so Schreiber. Das Land sehe das jedoch anders. „Wir warten jetzt auf ein Angebot des Landes bezüglich des Radwegs“, sagt Schreiber.

Wenn alles glatt läuft, könnte diesen Winter mit der Ausschreibung zum Bau des Radwegs begonnen werden. „Die Arbeiten könnten im Frühjahr 2016 beginnen und wären im Herbst 2016 abgeschlossen“, so der Bürgermeister.

„Das Projekt ist nach unserem Kenntnisstand als Fördermaßnahme angemeldet“, sagt Sprecher Horst Sinemus von Hessen Mobil. „Der eigentliche Förderantrag ist jedoch noch nicht da. Wir warten noch auf entsprechende Unterlagen.“ Da die Bauarbeiten erst 2016 beginnen sollen, gebe es da aber sicherlich noch ein wenig Luft, sagt Sinemus. Bürgermeister Schreiber zeigt sich verwundert: „Wir haben keine Rückmeldung von Hessen Mobil bekommen, Unterlagen nachreichen zu müssen.“

Von Frank Brauner

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