Dort gibt es Wlan

Für 197.000 Euro: Fuldatal baut Hightech-Radler-Raststätte

So könnte sie aussehen: Die geplante Radstätte im Bereich Schocketal, hier eine Fotomontage, wird über WLAN, digitale Touchpads, Elektroladesäulen und Solarzellentechnik verfügen. Foto: L. Herzog/Fotomontage: HNA

Fuldatal. Fuldatal bekommt eine moderne Hightech-Radstätte, also eine Raststätte für Radfahrer. 197.000 Euro wird diese kosten - und verfügt unter anderem über Wlan.

Die Radstätte wird im Bereich Schocketal eine Station des neuen „Radwegs Deutsche Einheit“, der über 1089 Kilometer von Bonn nach Berlin führt – unter anderem über Teile des bereits bestehenden Radwegs R 1.

Auch wenn der Bund die Kosten für die geplante Radstätte mit freiem WLAN, digitalen Touchpads mit Infos zu Highlights am Streckenrand, Elektroladesäulen und Solarzellentechnik in Höhe von 197.000 Euro trägt, ist die Errichtung der Stätte für die Gemeinde Fuldatal nicht ganz ohne Kosten verbunden. Die Planungskosten sind mit 7000 Euro kalkuliert, für Infrastrukturmaßnahmen muss ein Eigenanteil von 20 Prozent in Höhe von 8000 Euro geleistet werden.

Die Wartungskosten für die Anlage werden für die ersten beiden Jahre vom Bund übernommen. Durch Eigenleistungen kann die Gemeinde ab dem dritten Jahr die Aufwendungen für die fünfmaligen Wartungsintervalle im Jahr auf 630 Euro reduzieren. Die Fuldataler Gemeindevertreter hat das Konzept überzeugt: Sie haben vergangene Woche einstimmig beschlossen, die Radstätte zu beantragen.

Bürgermeister Karsten Schreiber

Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) sagte, der Radweg sei bereits jetzt zu einer Erfolgsgeschichte geworden: „Die moderne Radstätte ist ein guter Schritt in die touristische Vermarktung der Gemeinde.“ Ein passender Platz ist auch schon gefunden: Dort, wo die Fuldatalstraße in die Bundesstraße 3 im Bereich Schocketal mündet, auf der gegenüberliegenden Fulda-Seite von Gut Kragenhof, befindet sich bereits eine große Wiesenfläche, an der viele Radler ohnehin schon Halt machen.

Wenn der Gemeindevorstand, der kommende Woche tagt, sich für die Bestellung der Radstättenmodule ausspricht, wird umgehend bestellt, sagte Schreiber. Die Lieferzeit betrage rund sechs Wochen. „Wir wollen die Radstätte noch dieses Jahr aufstellen“, so der Bürgermeister. Neben Fuldatal haben auch andere Kommunen Interesse an so einer Radstätte bekundet: die Stadt Kassel, Bad Karlshafen, Oberweser und Wahlsburg (Landkreis Kassel), Melsungen, Neukirchen, Oberaula und Schwalmstadt (Schwalm-Eder-Kreis) sowie Bebra, Rotenburg und Bad Hersfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg).

Insgesamt sollen entlang des Radwegs Deutsche Einheit von Bonn nach Berlin bis zu 50 Radstätten entstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.