Fuldatal: Gebühren für Kitas steigen

Heidrun Gottschalk

Fuldatal. Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) war sichtlich erleichtert. Im dritten Anlauf beschloss das Fuldataler Parlament am Mittwochabend eine neue Betreuungsordnung und neue Gebühren für die sechs Kindertagesstätten der Kommune.

Bei den mehrfach überarbeiteten Satzungen handelt es sich um einen Kompromiss, auf den sich Gemeindevorstand und Gemeindevertretung zuvor während einer interfraktionellen Sitzung geeinigt hatten.

Die Eltern müssen sich ab Januar auf höhere Kosten einstellen, denn mit dem neuen Jahr werden zwölf statt bisher elf Monatsbeiträge fällig. Auch die wählbaren Betreuungszeiten werden bis auf eine Ausnahme teurer. Lediglich der Halbtagsplatz von 8 bis 12 Uhr kostet weiterhin 124 Euro im Monat.

Neu aufgenommen wurde auf Anregung von Eltern die Möglichkeit, während der Sommerferien sein Kind neben den beiden Schließungswochen bis zu vier Wochen zu Hause zu betreuen, wofür entsprechende Gebühren erstattet werden.

Heidrun Gottschalk (SPD) verwies darauf, dass ihre Fraktion „den ersten Entwurf als nicht richtig empfunden“ hatte. Darin hatte der Gemeindevorstand die Gebühren komplett auf einen einheitlichen Stundensatz umstellen wollen. Dies hätte Ganztagsplätze benachteiligt, meinte Gottschalk. Zu dem Kompromiss mit einem Sockelbetrag für alle Betreuungzeiten könne die SPD stehen, „auch wenn wir uns nicht in allen Punkten wiederfinden“.

Mit der neuen Regelung der Kita-Betreuung „haben viele was Gutes gewollt, aber die Kommunikation hat an vielen Stellen gehapert“, räumte Thomas Ackermann für die Grünen ein. Als Parlament müsse man die Wünsche der Eltern berücksichtigen, aber auch die Entwicklung der Gemeinde im Blick haben. „Jetzt haben wir ein vernünftiges Ergebnis.“

Es sei richtig gewesen, das Thema im November, als SPD und Grüne ihren Gegenvorschlag präsentierten, ein zweites Mal vertagt zu haben, meinte Klaus-Dieter Sänger (FDP). Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, jetzt aber einen guten Kompromiss gefunden.

Dessen Prinzip eines Sockelbetrags halte seine Fraktion für falsch, betonte Tore Florin (CDU). Allerdings gebe es jetzt eine der „flexibelsten Satzungen, die Härtefälle berücksichtige“. Auch müsse man endlich zu einer Entscheidung kommen. Die bisherigen Verzögerungen hätten für die Gemeinde zu einem finanziellen Ausfall von 40 000 Euro geführt. „Wir wissen, wir können es mit der Entscheidung nicht allen recht machen“, räumte Florin ein.

Ferienregeluung wird gekippt

Verändert wird die Regelung, dass jede Kita vier Wochen im Jahr geschlossen wird. Dagegen hatten noch Anfang der Woche Elternbeiräte der Kita Simmershausen protestiert. So teilte der Bürgermeister nach Rücksprache mit den Kitas am Donnerstag mit, dass die beabsichtigte Schließung der Kitas in der Karwoche für 2015 zurückgenommen wird. Und auch in den Sommerferien werden die drei Kitas in Ihringshausen und Simmershausen nicht zwei Wochen geschlossen.

Von Michael Schräer

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