Fuldatal: Gründer von Erika Reklame tot

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Erwin Fritz

Fuldatal. Die Fliege war sein Markenzeichen, er besaß etwa 80 Stück. Wie die HNA jetzt erfuhr, ist der Gründer des Fuldataler Unternehmens Erika Reklame, Erwin Fritz, gestorben.

Er starb am Donnerstag im Alter von 87 Jahren.

Im Jahr 2006 feierte er noch ein sehr seltenes Jubiläum: Damals war er 65 Jahre im Beruf.

Erwin Fritz begann 1941 seine Lehre zum Maler in Hinterpommern. Im Juni 1945 kam er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Fuldatal-Ihringshausen, wo er bis zu einem Sturz im Jahr 2013 lebte. Er bildete sich früh bei der Werkkunstschule in dekorativer Malerei weiter, in seinem Zuhause unweit des Betriebes hingen über 50 selbst erstellte Ölgemälde und Zeichnungen.

1952 gründete er sein Unternehmen, das er nach seiner Frau Erika benannte, die 2009 verstarb. Dank Erwin Fritz ist der Betrieb, der Schilder, Lichtwerbung und Siebdruck produziert, mit Schildern und Fahrzeugbeschriftungen groß geworden. „Ich wollte frei und unabhängig sein“, berichtete er gern. In der Verwandtschaft gebe es inzwischen fünf Meister seines Bereiches, beide Kinder und die Enkeltochter gehören dazu.

Fritz war Obermeister der Landesinnung Hessen, Vorstand des Bundesinnungsverbands sowie öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger der Handwerkskammer. „Ich bin der alte Fritz“, scherzte er manchmal.

Erwin Fritz hinterlässt seinen Sohn Thomas, der das Unternehmen Erika Reklame inzwischen leitet und seine Tochter Angelika Loewe (Loewe Schrift & Raum, Lohfelden), deren Partner und vier Enkelkinder. (pbw)

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