Ein Pokal, fünfmal Gold und zweimal Silber

Fuldatal: Zwei Metzger sahnen Preise für die beste Ahle Wurscht ab

Fuldatal. Ein Pokal, fünfmal Gold und zweimal Silber: Die Fuldataler Fleischereien Lämmerhirt und „Die Wilhelmshäuser“ haben beim ersten Mitteldeutschen Mettwurstpokal kräftig abgeräumt.

„Für unseren Betrieb ist das natürlich ein Auftakt nach Maß“, sagt Marcel Fuchs, Inhaber von „Die Wilhelmshäuser“. Schließlich hat der 22-Jährige die Fleischerei an der Holzhäuser Straße in Wilhelmshausen erst Ende August diesen Jahres eröffnet.

Sieben Würste haben Fuchs und Metzgermeister Kai Stützer (33), die sich die Produktion in dem jungen Betrieb teilen, für den Wettbewerb eingeschickt. Alle sieben Würste aus Wilhelmshausen wurden mit Urkunden prämiert: fünf mit Gold, zwei mit Silber. „Das gute Abschneiden hat uns schon überrascht“, sagt der aus dem Eichsfeld stammende Stützer. Die Wilhelmshäuser Fleischer, die ihre Produkte ab heute auch im neuen Rewe im Kasseler Einkaufszentrum Dez verkaufen, wurden unter anderem in den Kategorien „Dünne Stracke“ und „Dicke Stracke“ ausgezeichnet.

Ausrichter des Pokals, der im Rahmen einer Fachmesse in Gieboldehausen (Landkreis Göttingen) zum ersten Mal stattfand, ist die Genossenschaft Fleischer-Einkauf Hannover/Göttingen mit Sitz in Rosdorf bei Göttingen. Insgesamt hatten 75 Betriebe aus vier Bundesländern 130 Mettwürste in verschiedenen Kategorien eingesandt.

Gourmets als Preisrichter

So sehen Sieger aus: Sebastian Lensing (von links), Susanne Lensing, Stefan Lensing und Lothar Lämmerhirt von der Fleischerei Lämmerhirt gewannen mit ihrer luftgetrockneten „Kasseler Dürre Runde“ den Pokal in der Kategorie „Ring, warmverarbeitet“.

Besonderen Wert legten die 20 Juroren, die alle Würste blind, also ohne Etikett, verkosteten, auf den Geschmack. Er ging mit 40 Prozent in die Bewertung ein. Weitere Kriterien waren Aussehen und Farbe, Konsistenz und Geruch. In der Jury saßen Fleischermeister, Köche, Gourmets und Geschäftsführer aus anderen Branchen. „Die besten drei Geschmacksproben einer Kategorie haben wir mit Gold prämiert, einer davon bekam einen Pokal“, erklärt Ansgar Nachtwey, geschäftsführender Vorstand des Fleischer-Einkaufs.

Einen von insgesamt 13 Pokalen gewann der Betrieb, in dem Marcel Fuchs einst in die Lehre ging: die Hausschlachterei Lämmerhirt aus Ihringshausen. Die Fleischermeister Lothar Lämmerhirt und Stefan Lensing, die zwei Wurstsorten eingereicht hatten, gewannen in der Kategorie „Ring, warmverarbeitet“ den ersten Preis für ihre luftgetrocknete „Kasseler Dürre Runde“. Die Wurst überzeugte die Jury aufgrund ihrer kräftig roten Farbe, der traditionellen Würze und des Reifearomas.

Das 1930 in Kassel gegründete Familienunternehmen, das nach dem Zweiten Weltkrieg nach Fuldatal zog, war zwar bereits mehrfach Preisträger verschiedener Wettbewerbe, unter anderem der Ahle-Wurscht-Meisterschaften. „Trotzdem fühlen wir uns immer wieder geehrt, wenn wir etwas gewinnen“, sagt Geschäftsführer Lämmerhirt. 

Rubriklistenbild: © Schaffner

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