Tränen um Fuldataler Seerosen-Festival: Ausstellung fand zum letzten Mal statt

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Auftritt der Hoheiten: Die Knopfprinzessin Constanze (von links), Kirschkönigin Isabel, Erdbeerkönigin Melicha, die Deutsche Seerosenkönigin Doreen Czap, Seerosen-Prinzessin Davinia, Erdbeerprinzessin Stefanie und der heilige Wippertus (Rolf Zienecke) werden von Herbert Bollerhey begrüßt.

Fuldatal. Das Ende des Naturparadieses in Fuldatal-Rothwesten naht: Am Wochenende fand das 14. und letzte Seerosenfestival statt.

„Der Pachtvertrag endet“, berichtet der Seerosenexperte Herbert Bollerhey, dem das sichtlich nahe geht. 30 Aussteller rund um das Thema Garten und Wassergarten präsentierten sich beim Festival, das sehr gut besucht war. Für Speisen und Getränke sorgte wieder der Motorradclub Rothwesten, für Kaffee und 80 Bleche Kuchen die Landfrauen aus Rothwesten. Auch Vorträge wurden angeboten, Michael Cestnik (Firma Söll) sprach über das Wasser als Grundstock allen Lebens und informierte über Teiche.

Der Erste Beigeordnete Hartmut Kaldyk dankte Herbert Bollerhey in Vertretung des Bürgermeisters für seinen großen Einsatz rund um den Seerosengarten. Die Deutsche Seerosenkönigin Doreen Czap und weitere Hoheiten besuchten das Fest.

Stimmungsvoll: Louis (von links), Anna, Joana, Frank, Leonie, Nora, Nico und Sabine aus Fuldatal kamen am Abend zum Picknick, hier genießen sie den Blick von der Seebühne. 

Beleuchtung am Abend

Vielen Besuchern, die sich über das Ende des Wassergartens unterhielten, schossen spontan die Tränen in die Augen. Sie können nicht glauben, dass das Naturparadies zu Ackerland rückgebaut werden muss und daher dem Erdboden gleichgemacht werden soll.

Am Abend wurde der Seerosengarten zauberhaft beleuchtet. Die Schlitzer Jungs spielten Live-Musik, bei Desiree Czap gab es kühle Getränke und Longdrinks mit Seerosenlikör.

Nach dem Festival wird der Abbau der Arbeitshäuser und Rückbau der Anlage beginnen, an vielen Pflanzen wurden bereits Preisschilder angebracht. „Ich bin jetzt 72 Jahre alt und seit 57 Jahren im Beruf“, gibt Herbert Bollerhey zu bedenken.

Eine derart große Anlage zu pflegen, werde anstrengend. Auf ein eigenes Grundstück, das 800 Meter entfernt ist, soll etwa die Hälfte des Wassergartens umziehen, neue Teiche müssen dort angelegt werden. „Ohne Seerosen kann ich nicht sein“, sagt Herbert Bollerhey, der nach wie vor seiner Frau Inge im Gartencenter zur Seite steht. Das Unternehmen bleibe bestehen und werde weiterhin Seerosen anbieten, betont er.

Vor dem Ende des Seerosengartens graust es Herbert Bollerhey und seinem Team bereits. „Mein Sohn ist beim Fuhrbetrieb Jütte beschäftigt. Mit dem großen Bagger wird er zum Schluss alles niedermachen“, sagt er, bevor es ihm die Stimme verschlägt.

Impressionen vom 14. Seerosenfestival in Fuldatal-Rothwesten

Hintergrund 

Da der Rückbau des Seerosengartens schrittweise erfolgt, kann der Garten noch bis etwa Ende August besichtigt werden. Ab Ende September stehen dann auch die großen Bäume zum Verkauf. Geöffnet wird von 10 bis 18 Uhr (außer sonntags), Eintritt: 2,50 Euro. 

Kontakt: Gartencenter Ilse Bollerhey, Eichenberger Straße 19a, Fuldatal-Rothwesten, Tel. 05607/7778. Infos und Fotos vom Seerosengarten und den Festivals unter: www.seerosengarten-fuldatal.de

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