Nach jahrelangen Investitionen

Neue Geräte und Kalthalle: Gemeinde Fuldatal ist für kalte Tage gerüstet

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Ausgerüstet für den Winter: Die Gemeinde Fuldatal hat neben den zwei neuen Salzsilos auf dem Bauhof in Ihringshausen neues technisches Gerät angeschafft und eine 140 qm große neue Kalthalle gebaut.

Fuldatal. Mit neuer Kalthalle, zwei Salzsilos und neuen Geräten ist Fuldatal bestens für die Winter vorbereitet. Wir haben vor Ort vorbeigeschaut. 

Eine kleine Eisentreppe führt zu einer Kurbel. Ein paar Mal daran gedreht, schon rauscht das Salz aus dem 15 Meter hohen Behälter durch ein Schlauchsystem in das darunter bereitstehende Fahrzeug. Schnell, einfach, unkompliziert. Seit auf dem Bauhof der Gemeinde Fuldatal die neuen Salzsilos in Betrieb genommen wurden, ist das Beladen der Streufahrzeuge für die Mitarbeiter kein körperlicher Kraftakt mehr.

Früher war das anders. Da schütteten Lastzüge 30 Tonnen Salz vor eine alte Halle hinter dem Rathaus. Die Hallentür war nur drei Meter hoch, und der Berg Salz musste von den Bauhofmitarbeitern weggeräumt und in die Streufahrzeuge geladen werden. „So ging das nicht mehr weiter, wir brauchten eine andere Logistik“, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU).

Deshalb wurde ein neues Winterdienstkonzept im Rathaus aufgestellt. Die Investitionen dafür haben sich über mehrere Jahre gezogen, erläutert Schreiber. Mit dem Bau der neuen Kalthalle auf dem Bauhofgelände, der in den kommenden Wochen fertiggestellt wird, ist das Investitionsprogramm dann abgeschlossen. In der Kalthalle wird die Winterausrüstung in den Sommermonaten gelagert. Wenn es nicht mehr friert und nicht mehr gestreut werden muss, wird die gesamte Gerätschaft sorgfältig vom Salz gereinigt und für den nächsten Winter vorbereitet. 

Zudem werden die Geräte mit einem speziellen Wachs eingesprüht, damit sie nicht rosten. „Die Geräte sollen dann an der frischen Luft stehen aber nicht der Witterung ausgesetzt werden“, erklärt Schreiber. Deshalb kommen sie nun in die neue Halle, die nicht geheizt wird und später noch Tore bekommt, die zwar Regen abweisen aber Luft durchlassen.

Neben den zwei Silos, in die jeweils 75 Kubikmeter Streusalz passen – was zusammen umgerechnet gut 1000 Badewannen entspricht –, und der 140 Quadratmeter großen Kalthalle, hat die Gemeinde noch zwei neue Traktoren sowie neue Streuer und Räumschilder angeschafft. Insgesamt stehen der Gemeinde nun fünf Fahrzeuge zur Verfügung: ein Unimog, zwei kleine Lkw sowie die Traktoren. „Damit haben wir alle Systeme neu beschafft“, sagt der Bürgermeister. 400.000 Euro hat die Gemeinde dafür in die Hand genommen.

Die Fahrzeuge sind jedoch multifunktional und werden je nach Jahreszeit anders bestückt. Im Frühjahr werden dann die Streuer und Räumschilder abmontiert und gegen Laubbläser oder zum Beispiel Grassammler ausgetauscht.

Bei den derzeitigen Temperaturen fahren die 18 Mitarbeiter des Bauhofs jedoch weiterhin mit den neuen Geräten aus. In einer Wintersaison bringen sie so durchschnittlich 100 Tonnen Feuchtsalz auf die Fuldataler Straßen und Wege.

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