Gesamtschule Fuldatal: Leichter lernen mit Tablet

Nutzen Tablets im Unterricht: Die Schüler der Klasse 6c Ann-Kathrin Becker (11/von links), Nathaniel Wald (12), Carlotta Schein (11), Biologie- und Klassenlehrer Martin Bugiel sowie Maik Freitag (13). Foto: privat/nh

Fuldatal. „Nathaniel, kannst du dich mal kurz einloggen und uns deine Mikroskopaufnahme zeigen?" fragt Biologielehrer Martin Bugiel.

Nach nach wenigen Sekunden und Handgriffen kann man Nathaniel Walds Ergebnis über den Beamer an der Wand bewundern. Es ist ein Livebild von Zwiebelzellen, die groß und gestochen scharf an die Wand projiziert werden.

Möglich macht das eines von 22 Tablets und einer der Beamer, die die Gesamtschule Fuldatal (GSF) angeschafft hat. Der Einsatz dieser Geräte wurde in den letzten Monaten an der GSF intensiv erprobt, betont Schulleiterin Christine Saure. Und: Es wurden Unterrichtsszenarien erarbeitet, die den Schülern selbstständiges und individuelles Lernen ermöglichen. Die beteiligten Lehrer seien sich einig, „diese moderne Technik verbessert die Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung und den Lernzuwachs der Schüler deutlich“.

„Seitdem wir mit den Tablets im Unterricht arbeiten, machen die Naturwissenschaften viel mehr Spaß“, sagt Ann-Kathrin Becker von der 6c. Für Martin Bugiel ist die Motivation ein wichtiger Faktor für eigenverantwortliches Lernen.

Und dies in vielen Fächern. „Einem Tablet sind mit seinen unzähligen Anwendungsmöglichkeiten fast keine Grenzen gesetzt“, erklärt Martin Querl, der das Projekt an der GSF initiiert hat.

Das Leben der Schüler ist heute von digitalen Medien geprägt, der kompetente Umgang damit eine entscheidende Schlüsselqualifikation, betont Schulleiterin Christine Saure. Die GSF wolle alle Schüler zu einem verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Medien erziehen.

Daher werden seit einiger Zeit im sechsten Jahrgang sogenannte Medienexperten ausgebildet, die sich beispielsweise mit den Gefahren der sozialen Netzwerke oder etwa dem Thema Cybermobbing beschäftigen. „Das Medienkonzept der Schule wurde entsprechend überarbeitet und wird von einem Lehrerteam ständig auf dem aktuellsten Stand gehalten“, sagt Saure.

„Wenn ich etwas nicht ganz verstanden habe, schaue ich mir das nochmal genauer im Internet an“, sagt Maik Freitag und verweist sofort auf digitale Schulbücher, die er sich unter seinen Favoriten abgespeichert hat.

Im Internet recherchieren, Präsentationen erstellen sowie Fotos und Videos anfertigen und bearbeiten, sind einige der Möglichkeiten, die ein Tablet dank der vielen Apps bietet. Kostengünstige Lernprogramme ermöglichen individuelle Förderungen, ganz egal ob es sich um Rollenspiele für den Englischunterricht oder Algebraprogramme für die Mathestunde handelt, betont Initiator Martin Querl.

Weitere Tablets sollen beschafft, die Arbeit mit ihnen kontinuierlich vertieft werden, sagt Schulleiterin Saure. Im kommenden Schuljahr will man die Erfahrungen insbesondere im neuen Jahrgang 5 intensiv umgesetzen. (mic)

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