Gewerbegebiet Fuldatal lockt Firmen

Interessent: Antje Bolte von der Gemeinde wurde bei einem Ortstermin im Gewerbegebiet Ihringshausen-West von Cafer Sutyemez aus der Nähe von Darmstadt angesprochen, der ein Grundstück kaufen will. Fotos: Schräer

Fuldatal. Antje Bolte ist im Fuldataler Rathaus für die Vermarktung von Baugrund zuständig und mit der aktuellen Entwicklung im Gewerbegebiet Ihringshausen-West sehr zufrieden. „Dafür, dass wir nicht an einer Autobahn liegen, sieht es gut aus“, sagt sie.

In den vergangenen Monaten haben sich mehrere Firmen angesiedelt, eine neue Halle entsteht gerade. Dort wird ein Kfz-Betrieb einziehen. Direkt neben dem Neubau von TVV Touristik Verlag GmbH der Brüder Jan und Peter Schmitz. Die sind vor Kurzem aus dem Ortskern von Ihringshausen ins Gewerbegebiet umgezogen. Am neuen Standort arbeiten 15 Mitarbeiter für den Verlag, der im Bereich Motorradtourismus ein Internetportal betreibt und Kataloge verlegt.

Beide Firmen liegen im nordwestlichen Bereich. „Es war die richtige Entscheidung, mit zwei Stichstraßen weitere Flächen zu erschließen“, sagt Bolte. Vor gut einem Jahr hatte die Gemeinde 1,5 Millionen Euro in den weiteren Ausbau des Gebietes investiert. Denn vor allem im Mischgebiet wurde es eng. „Es kann aber nicht im Sinne der Gemeinde sein, keine Flächen anbieten zu können und damit keine Chance auf eine weitere Entwicklung zu haben“, meint Bolte.

Auf den Ausbau folgten weitere Ansiedlungen. So seien alle Flächen im Mischgebiet östlich der Straßen bis zum Wendehammer verkauft, bis auf eines, und das sei reserviert. Inzwischen fragten Investoren auch Gewerbeflächen nach, deren Verkauf bisher eher schleppend verlief, sagt Bolte. Der jüngste Kaufvertrag sei vor einer Woche unterzeichnet worden. Derzeit seien 2,5 Hektar im Gewerbegebiet reserviert, allein ein Hektar für einen Interessenten.

Jüngste Ansiedlung: Jan (links) und Peter Schmitz sind mit ihrer TVV Touristik Verlag GmbH aus dem Zentrum Ihringshausens ins Gewerbegebiet umgezogen.

Die Regel sei bisher aber die kleinteiligere Vermarktung. Überwiegend siedeln sich Händler und Handwerker an vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Unternehmen mit 15 Beschäftigten. Größere Firmen mit mehr Arbeitsplätzen wären für die Gemeinde natürlich noch besser. Allerdings macht Antje Bolte bei der Nachfrage eine Tendenz zu größeren Flächen für etwas größere Unternehmen aus.

Interessenten kommen zu einem geringen Teil aus Fuldatal, überwiegend aus der Region, aber auch darüber hinaus. Wie Cafer Sutyemez, der aus der Nähe von Darmstadt angereist ist und Antje Bolte im Gewerbegebiet anspricht. Einen ausgedruckten Flächenplan des Areals hält er in der Hand. Eine Halle zur Eigennutzung oder Vermietung wolle er an der westlichen Stichstraße bauen, 4000 Quadratmeter benötige er, sagt Sutyemez. Antje Bolte vereinbart mit dem Mann aus Südhessen einen Gesprächstermin.

Von Michael Schräer

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