450 sollen untergebracht werden

Handwerker machen Häuser fit - Unklar, wann Flüchtlinge kommen

Platz für 450 Menschen: Derzeit werden drei Gebäude auf dem Gelände der Fritz-Erler-Anlage bezugsfertig gemacht. Nach HNA-Informationen sollen in den kommenden Monaten vier weitere Häuser für insgesamt 900 Flüchtlinge hergerichtet werden. Fotos:  Shuhaiber

Fuldatal. Die Arbeiten an den Gebäuden der Fritz-Erler-Anlage in Fuldatal-Rothwesten laufen seit zwei Wochen auf Hochtouren.

Handwerker arbeiten in der ehemaligen Bundeswehrkaserne, um drei Mannschaftsunterkünfte notdürftig zu sanieren. Dort sollen die ersten 450 Flüchtlinge in den kommenden Wochen untergebracht werden. Diese Menschen werden dann räumlich durch einen Zaun und einen Sicherheitsdienst vom ursprünglichen Kasernengelände abgetrennt leben.

An welchem Tag die ersten Menschen in die drei Wohngebäude einziehen werden, bleibt weiter offen. Laut Pressemitteilung vom 18. September sollen die ersten Unterkünfte Mitte November bezugsfertig sein - aufgrund der aktuellen Notsituation könnte die Erstaufnahme vermutlich schon früher bezogen werden.

Mitarbeiter des Bundesforsts haben bereits Teile des Geländes gerodet, um die seit 2008 leer stehenden Gebäude vom Wildwuchs zu befreien. Maschinen laufen Tag und Nacht, um die feuchten Gebäude trockenzulegen. Elektriker kümmern sich um die Stromversorgung und Monteure um die fehlenden Heizkörper. Diebe hatten in der Vergangenheit alle wertvollen Metalle wie beispielsweise Kupferdrähte in den Häusern ausgebaut, Waschbecken und Toiletten zertrümmert und Armaturen abmontiert.

Weil die Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes Hessen einen deutlich niedrigeren Komfort aufweisen als die Gemeinschaftsunterkünfte der Städte und Landkreise, sollen die sanitären Anlagen in den Häusern nach HNA-Informationen nicht instand gesetzt werden. Stattdessen sollen Sanitär-Container und Dixi-Klos aufgestellt werden.

Versorgung durch Caterer

Auch in der ehemaligen Bundeswehrkantine wird derweil gearbeitet. Hier soll die Essensausgabe entstehen. Die Versorgung der Menschen soll ein Caterer übernehmen. Würde das Land Hessen eine richtige Küche einrichten, müssten höhere Standards eingehalten werden und die Kosten würden steigen, erklärte Kreissprecher Harald Kühlborn auf Anfrage. Auch der Landkreis Kassel und die Gemeinde Fuldatal haben in den vergangenen zwei Wochen keine weiteren Informationen vom Land erhalten. 

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