Fuldatals Finanzen waren großes Thema

HNA-Lesertreff zur Bürgermeisterwahl in Fuldatal: Debatte um Steuern und Straßen

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Stellten sich den Fragen von Amira El Ahl (links) und der Leiterin der HNA-Landkreisredaktion Alia Shuhaiber (rechts): Karsten Schreiber (CDU) und Stefanie Roß-Stabernack (SPD).

Fuldatal. In knapp zwei Wochen haben die Fuldataler die Wahl: Bleibt der bisherige Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) auf seinem Posten oder wird Stefanie Roß-Stabernack (SPD) Rathauschefin?

Um die Ansichten der Kandidaten zu hören und mehr über ihre Pläne für die Zukunft Fuldatals zu erfahren, kamen am Dienstagabend knapp 300 Gäste zum HNA-Lesertreff ins Fuldataler Forum in Ihringshausen. Die Redakteurinnen Alia Shuhaiber und Amira El Ahl moderierten die Veranstaltung.

Karsten Schreiber gab sich gleich zu Beginn selbstbewusst. „Am 1. Januar wache ich ganz entspannt als Bürgermeister auf“, lautete ein Satz, nachdem ihn der Amtsinhaber vervollständigt hatte. Seine Herausforderin war da bescheidener. „Am Morgen des 9. September bin ich gespannt, wie die Wahl ausgegangen ist“, sagte Roß-Stabernack, als sie an der Reihe war, Sätze der HNA-Redakteurinnen fortzusetzen. Schnell aber wurden ernstere Töne angeschlagen, und es ging um Themen, die wohl so einigen Bürgern in Fuldatal auf den Nägeln brennen.

Das defizitäre Waldschwimmbad wollen sowohl Roß-Stabernack als auch Schreiber erhalten. Auch wenn der Amtsinhaber im Gegensatz zu seiner Gegenkandidatin nicht glaubt, dass sich in der Zukunft ein Förderverein für diesen „wichtigen Standortfaktor“ gründen könnte.

Ebenfalls will Roß-Stabernack die Sportstätten erhalten, „solange es irgendwie geht“. Schreiber wollte sich bei diesem Thema nicht festlegen und gab zu bedenken, dass die Zahl der Fußball spielenden Kinder stark zurückgegangen sei. „Wenn eine Gemeinde fünf Mannschaften hat und genauso viele Sportplätze unterhält, ist das ein Missverhältnis, über das man sich unterhalten muss.“

Voller Saal: Etwa 300 Gäste kamen gestern Abend zum HNA-Lesertreff ins Fuldataler Forum, um sich die Ansichten der beiden Bürgermeisterkandidaten anzuhören. Gewählt wird am 9. September.

Obwohl alle Themen mit Finanzen zu tun hatten, gab es zwei, die besonders interessierten: Steuern und Straßenbeiträge. „Ich bin grundsätzlich dagegen, die Grundsteuer B zu erhöhen“, sagte Roß-Stabernack. Um die Finanzen der Gemeinde trotzdem im Griff zu behalten, wolle sie Investitionen mit Augenmaß tätigen, wenn sie Rathauschefin würde. Karsten Schreiber entgegnete: „Wenn die Konjunktur einbricht, wird man die Grundsteuer erhöhen müssen.“ Außerdem warnte er davor, im Kindergartenbereich Geld einzusparen. „Das Gegenteil ist der Fall.“

Als die Diskussion auf die Straßenbeiträge kam, hatte keiner der Kandidaten ein Patentrezept. Schreiber verwies darauf, dass das Thema für die Bürger frühestens 2022 wieder akut würde, weil „wir vorher keine Straßen mehr anpacken“, bei der Anlieger zur Kasse gebeten werden. Roß-Stabernack hofft, dass das Thema auf Landesebene geklärt wird.

Die Bürgermeisterwahl in Fuldatal findet am Sonntag, 9. September statt.

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