Besitzer vermuten Gift als Ursache

Hund stirbt nach Spaziergang in Ihringshausen: Wurde Rüde Rudi vergiftet?

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Er starb vor der Tierklinik: Rudi kam mit Blut im Stuhlgang zum Tierarzt und starb einen Tag später.

Fuldatal. Nach einem Spaziergang bekam Rüde Rudi plötzlich Durchfall und hatte Blut im Stuhlgang. Einen Tag später war er tot. Die Familie vermutet, dass er einen Giftköder gefressen hat. 

Am Ende ging alles ganz schnell. Rudi, der fünf Jahre alte Pekinesen-Yorkshire Mischling von Erhan Subasi und seiner Freundin Veronique Wenzel wurde Donnerstagvormittag plötzlich krank. Mit Durchfall und Blut im Stuhlgang brachten sie ihn sofort zu Tierarzt Andreas Scheideler in Fuldatal. Doch trotz intensiver Behandlung verschlechterte sich der Zustand von Rudi über Nacht. Freitagmorgen brachte ihn die Familie erneut zum Arzt, „aber er ist noch vor der Haustür der Tierarztpraxis gestorben“, sagt Erhan Subasi.

Die Familie geht davon aus, dass Rudi mit einem Giftköder vergiftet wurde. Gleich am Freitagmorgen postete Erhan Subasi eine Warnung bei Facebook. „Ich wollte, dass die Menschen in Ihringshausen und Umgebung Bescheid wissen, denn da wo wir mit dem Hund spazieren gegangen sind, sind viele mit ihren Hunden unterwegs“, sagt Erhan Subasi. 

Er geht davon aus, dass Rudi im Bereich der Grünfläche an der Veckerhagener Straße, wo sich eine Hundewiese befindet, oder an den Feldern in Richtung Philippinenhof den Köder aufgespürt hat. „Wir gehen davon aus, dass er Ratten- oder Schneckengift gegessen hat, verlockend verpackt in einer Wurst.“

Obduktion könnte Aufschluss und Sicherheit über den Tod von Rudi geben

Tierarzt Andreas Scheideler kann das nicht bestätigen. Die Symptomatik lasse zwar auf eine Vergiftung schließen, es gäbe aber keinen Giftnachweis. Dafür müsste man den Hund obduzieren. „Es gibt den Verdacht, dass es etwas toxisches war, da die Symptome so akut waren und er trotz intensiver Behandlung innerhalb einer Nacht verstorben ist“, sagt der Arzt. „Aber die Diagnose Vergiftung ist immer eine Verdachtsdiagnose.“ Denn wenn der Hund etwas angegammeltes gegessen habe, dann hätte er sich auch so vergiften können, und dann wäre es keine mutwillige Vergiftung. „Was der Hund nun tatsächlich aufgenommen hat, kann ich nicht genau sagen“, sagt Andreas Scheideler.

Im Rathaus der Gemeinde Fuldatal ging am Montag ein telefonischer Hinweis zu dem Fall ein, jedoch nicht von den betroffenen Hundehaltern selber. Eine besorgte Hundebesitzerin habe sich gemeldet, sagt Martin Gronemann, Büroleiter der Gemeinde Fuldatal. „Im Moment sind wir noch dabei zu ermitteln und Fakten zusammenzutragen.“ 

Allerdings handele es sich um unbestätigte Verdachtsfälle. „Sollte es sich tatsächlich bestätigen, dass es sich um Giftköder handelt, werden wir eine Warnung herausgeben“, sagt Martin Gronemann. Die Geschädigten hätten auch immer die Möglichkeit, sich an die Polizei zu wenden.

Die Gemeinde selber habe in der letzten Zeit keine Nagetierbekämpfung in Auftrag gegeben und es sei ihm auch nicht bekannt, dass von anderer Seite in dieser Gegend etwas geplant gewesen sei, ergänzt Gronemann.

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