Ihringshausen: Arbeiten an Veckerhagener Straße sollen im Frühjahr beginnen

Zentraler Platz: Ihringshausen besitzt keinen historischen Ortskern. Unser Bild zeigt die Planung im Bereich der Kirche. Dort sollen kleine Plätze zum Verweilen entstehen. Die Bushaltestellen werden in diesem Bereich behindertengerecht ausgebaut. Repro: Gemeinde Fuldatal

Fuldatal. Der Ausbau der sanierungsbedürftigen Veckerhagener Straße in Ihringshausen ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Gemeinde Fuldatal in den kommenden Jahren.

Bereits seit 2006 wird die Sanierung der „wichtigen Verbindungsstraße mit überörtlicher Bedeutung“ geplant. Baubeginn soll im Frühjahr sein.

„Wir haben jetzt die Chance, Fördergelder zu bekommen“, erklärt Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). Der Planungsantrag wurde mittlerweile eingereicht und wird nun von Hessen Mobil geprüft, bevor der Förderantrag an das hessische Verkehrsministerium in Wiesbaden weitergeleitet wird. „Wir rechnen noch in diesem Jahr mit dem Fördermittelbescheid“, sagte der Verwaltungschef.

Die Arbeiten sollen Ende April im Bereich der Rathauskreuzung beginnen. Die Bauzeit an allen fünf Abschnitten wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Der Verkehr soll während der Bauzeit weiter über die Hauptstraße erfolgen. Geplant sind lediglich zwei Vollsperrungen für jeweils drei Tage, die aber rechtzeitig angekündigt werden.

Während der Sanierung werden neben den Kanälen und Wasserleitungen auch neue Strom- und Telefonleitungen verlegt. Dadurch können spätere Aufbrüche vermieden werden. Außerdem wird die Straßenbeleuchtung erneuert und auf energiesparende LED-Technik umgerüstet. Da ein Großteil der Kanäle und Leitungen unter den neuen Parkstreifen verlaufen soll und der Unterbau weitestgehend erhalten bleiben kann, sollen die Grundstücke und Geschäfte auch während des Baus erreichbar sein.

Obwohl die Anlieger bereits seit 2006 in den Planungsprozess involviert sind, sollen während der Bauphase abschnittsweise weitere Anliegerinformationsveranstaltungen stattfinden.

Wie teuer das Bauprojekt tatsächlich wird, kann Schreiber noch nicht beziffern: „Jede Zahl, die ich jetzt nenne, ist falsch.“ Kalkuliert wurde mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 7,5 Millionen Euro, allerdings könne dieser Betrag um bis zu 30 Prozent schwanken. Die Verwaltung erhofft sich aber durch die Ausschreibungen im Winter ein wirtschaftliches Angebot, von dem auch die Anlieger profitieren.

Umbau in fünf Abschnitten

Die Veckerhagener Straße in Ihringshausen soll auf einer Strecke von 1200 Metern um- und ausgebaut werden. Laut Planungsentwurf soll die Straße in fünf Abschnitten über zwei Jahre saniert werden. Geschätzte Kosten: fünf Millionen Euro. Dazu soll nur die obere Straßenschicht abgefräst und der Unterbau weitestgehend erhalten bleiben.

Die Gemeinde rechnet hierdurch mit einer Kostenersparnis von geschätzten zwei Millionen Euro, erklärte Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). Die Straße soll auf 6,5 Meter Breite reduziert werden. 5,5 Meter der Straßenfläche sollen asphaltiert werden, die von zwei 0,5 Meter breiten Rinnen flankiert werden. Die Gehwege sollen ein neues Pflaster erhalten. Gleichzeitig soll die komplette Wasserleitung auf einer Länge von 1250 Metern erneuert werden. U

m möglichst kostengünstig zu sanieren, werden die Leitungen, wenn möglich, im Gehweg oder Parkstreifenbereich verlegt. Kosten: etwa 1,175 Millionen Euro. Auch 300 Meter Kanal sollen neu gebaut werden.

Der restliche Kanal ist geschlossen sanierbar. Kosten: etwa 1,24 Millionen Euro. „Die Kosten für Wasser und Kanal zahlt die Gemeinde aus dem Gebührenhaushalt, sie können als Eigentum der Gemeinde abgeschrieben werden“, erklärt Schreiber. Die Anlieger zahlen nur für Straße, Gehwege, Parkplätze und Beleuchtung.

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