Es sollen 52 Wohneinheiten entstehen 

Investor will in Ihringshausen Mehrfamilienhäuser bauen

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Hier soll gebaut werden: Auf der Fläche gegenüber der ehemaligen Pelzveredelung sind die Gebäude eines ehemaligen metallverarbeitenden Betriebes bereits abgerissen worden. Hier sollen schon bald Wohnhäuser entstehen. 

Fuldatal. An der Grebenstraße in Ihringshausen will ein Investor Mehrfamilienhäuser bauen. In der Gemeindevertretersitzung wurde jetzt über die Lage des Spielplatzes diskutiert. 

In Fuldatal herrscht Wahlkampf. Das konnten die Zuschauer im Fuldataler Forum am Mittwochabend auch bei der Sitzung der Gemeindevertreter beobachten. Da wurde zum Beispiel der Bericht des Gemeindevorstands von der Fraktionsvorsitzenden der SPD, Heidrun Gottschalk, länger kommentiert. Normalerweise werden diese Berichte von den Parlamentariern lediglich zur Kenntnis genommen.

Unter die Rubrik Wahlkampf fiel dann vermutlich auch die Enthaltung der SPD-Fraktion zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 7 „Eichhecke“ im Ortsteil Ihringshausen. Dort soll beidseitig entlang der Grebenstraße auf ehemaligem Gewerbegebiet Wohnraum entstehen.

Bereits in ihrer Sitzung am 28. Juni vergangenen Jahres hatten die Gemeindevertreter den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans einstimmig beschlossen – auch mit Stimmen der SPD. Bisher war das Gelände als reines Gewerbegebiet ausgewiesen. Derzeit entscheidet der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) darüber, den Flächennutzungsplan für das Gelände so zu ändern, dass dort Wohnfläche entstehen kann.

Sechs Reihen- und fünf Mehrfamilienhäuser

Links der Grebenstraße liegt das ehemalige Fabrikgelände der Firma Petzold. Das Gebäude der ehemaligen Pelzveredlung steht unter Denkmalschutz und ist seit 1986 ungenutzt. Auf dem Gelände rechts von der Grebenstraße befand sich die Firma Schade. Die Gebäude sind bereits zurückgebaut worden. Der Investor Bülent Bucan will insgesamt sechs Reihenhäuser und fünf Mehrfamilienhäuser mit 52 Wohneinheiten auf dem Gelände bauen.

Die ersten Schritte seien bereits getan, die jetzige Änderung des Bebauungsplans nur die logische Abfolge der nächsten Schritte, sagte Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). Die SPD sah das etwas anders. Aus dem Protokoll gehe nicht hervor, wo der geplante Kinderspielplatz angelegt werden solle, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Hannelore Hesse. „Im Moment ist dafür noch kein Platz vorgesehen.“

Schreiber erwiderte, dass solche Details im städtebaulichen Vertrag festgelegt würden. „Wo genau der Spielplatz endgültig hinkommt – zum Beispiel auf das Petzold-Gelände oder entlang der Grebenstraße auf die Grünflächen – wissen wir noch nicht.“ Der städtebauliche Vertrag sehe vor, dass der Investor auf jeden Fall für einen Spielplatz und Geräte zahlen müsse.

Die SPD konnte er damit nicht überzeugen. „Wir sehen und nicht in der Lage, so zuzustimmen und enthalten uns“, sagte Hesse. Mit 13 Ja-Stimmen und den 13 Enthaltungen der SPD wurde die Änderung trotzdem angenommen.

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