Beleuchtung fehlt

Ihringshausen: Kreuzung für Fußgänger zu dunkel

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Fuldatal. Wenn im Herbst die Tage kürzer werden, sind Fußgänger und Radfahrer besonders gefährdet – vor allem wenn Überwege nicht ausreichend beleuchtet sind. Auch in Fuldatal-Ihringshausen ist erhöhte Vorsicht geboten.

An der Ecke Ihringshäuser Straße/Veckerhagener Straße erschweren Schallschutzmauer und Bäume die Sicht auf den schlecht ausgeleuchteten Fußgängerüberweg. Wir haben uns vor Ort umgehört.

„Eine Laterne wäre wirklich von Vorteil“, sagt Alisa Koch. Die 24-Jährige aus Ihringshausen berichtet, dass sie dort erst kürzlich im Dunkeln einen Fahrradfahrer fast übersehen habe. „Die grüne Ampel blendete und der Fahrradfahrer war ohne Licht unterwegs“, sagt sie.

Auch Rainer Kirsch (64) hält eine zusätzliche Beleuchtung für angebracht: Er komme fast täglich an der Kreuzung nahe der Stockbreite vorbei und stelle immer wieder fest, dass es dort zu dunkel sei und sich Ortsfremde oft unaufmerksam verhielten. „Man muss ja nicht immer warten, bis etwas passiert“, sagt er.

Dass der Bereich schlecht ausgeleuchtet ist, bestätigt Heike Möller, bei der Gemeinde Fuldatal für den Verkehr verantwortlich. Allerdings lägen weder vermehrte Beschwerden noch Unfallmeldungen vor. Erst wenn die Polizei die Kreuzung als Unfallschwerpunkt einstuft, „kann die Gemeinde den Aspekt der Beleuchtung enger verfolgen“.

Gefährliche Stelle: An dieser Kreuzung, Ihringshäuser Straße / Ecke Veckerhagener Straße, sind Fußgänger und Radfahrer im Dunkeln für Autofahrer nahezu unsichtbar (siehe roter Kreis rechts). Fotos: Beutler/nh

Nach einer Bürgerbeschwerde im vergangenen Jahr, die sich auf die Ampelschaltung bezog, habe man die Situation überprüft. Zwar habe die Gemeinde über die Aufstellung einer zusätzlichen Laterne als freiwillige Leistung nachgedacht.

Bei einer Verkehrsschau im vergangenen Jahr stufte die Gemeinde eine zusätzliche Beleuchtung der Stelle allerdings für nicht notwendig ein. Die Kosten für eine Laterne würden sich laut Möller auf 4000 Euro belaufen.

Für Hartmut Kaldyk, Erster Beigeordneter der Gemeinde (SPD), ist die Lage klar: „Jeder, der nach Ihringshausen kommt, kennt diese Ampel. Ortsfremde benutzen meist die B3 Richtung Schocketal.“ Die Ampeln für Autofahrer und Fußgänger schalteten mit zeitlicher Verzögerung auf Grün.

„Zwar ist die Ecke durch den Baumbestand ein bisschen dunkel, jedoch weiß jeder Autofahrer, dass gerade bei Dunkelheit eine erhöhte Sorgfaltspflicht besteht“, sagt Kaldyk, der jahrelang das Ordnungsamt in Vellmar geleitet hat. „Passiert ein Unfall, liegt es nicht daran, dass dort keine Laterne steht.“

Das Problem sei eher das egoistische Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer, die vor allem nachts an der Kreuzung zu schnell unterwegs seien. (pli)

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