Kinderfest am 17. September

In Fuldatal hängen bald die Schnuller im Baum

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Aus diesem Baum beim Haus der Begegnung in Simmershausen soll ein Schnullerbaum werden: Organisiert wird das Fest von (von links) Christina Scheele, Tina Finger, Katja Mellenthin, Janet Weber sowie (nicht im Bild) Katja Radtke vom Förderverein des Kindergartens Simmershausen.

Fuldatal. Bäume, an denen Äpfel oder Kirschen hängen, sind ein ganz normaler Anblick. Aber ein Baum, an dem Schnuller hängen? So ein Baum wird bald am Haus der Begegnung, Teichstraße 8, in Simmershausen stehen.

Für den 17. September lädt der Förderverein des Kindergartens Simmershausen zum „Kinderfest am Schnullerbaum“ ein. Und wenn es nach den Organisatorinnen geht, dann soll aus diesem Fest eine jährlich stattfindende Tradition werden – für Kinder aus dem ganzen Landkreis und auch der Stadt Kassel.

Das Besondere an dem Fest: Kinder können ihre Schnuller mitbringen und sie gemeinsam mit ihren Eltern an den Baum hängen. Dafür, dass sie künftig auf den Schnuller verzichten, bekommen sie dann eine Urkunde und ein kleines Geschenk. „Ich finde das eine süße Idee, dass es dann einmal im Jahr ein festes Datum gibt, an dem die Kinder ihre Schnuller aufhängen können. Und die älteren Kinder können zeigen, wo ihr Schnuller hängt“, erklärt Christina Scheele, die zum Organisationsteam gehört und die Idee mit dem Schnullerbaum aus Dänemark kennt.

Nichts Ähnliches im Umkreis

Auch Janet Weber, die Vorsitzende des Fördervereins, hat schon mal einen Schnullerbaum gesehen – in Hessisch Lichtenau. „Dann haben wir geguckt, wo gibt es das noch und haben hier im Umkreis nichts gefunden“, sagt Weber. Also beschlossen die Mitglieder des Fördervereins, einen Schnullerbaum in Simmershausen ins Leben zu rufen. Die Absprache mit der Gemeinde, die den Baum am Haus der Begegnung zur Verfügung gestellt hat, lief laut Weber völlig unproblematisch. Und auch von anderen Vereinen aus dem Ort wird das Projekt tatkräftig unterstützt. So wird die Jugendfeuerwehr beim Fest einen Bratwurststand aufbauen und der Ortsverband des DRK stellt eine Hüpfburg zur Verfügung. „Das erste Mal so ein Fest zu planen ist immer schwer. Da haben uns andere Vereine viele Tipps gegeben“, sagt Weber.

Mit der guten Zusammenarbeit haben die Organisatorinnen eines ihrer Ziele bereits erreicht, nämlich das Vereinsleben in Simmershausen zu stärken. „Wir wollen auch Leben ins Dorf bringen und natürlich Geld für den Kindergarten sammeln“, sagen sie.

Damit die Kinder ihre Schnuller an den hohen Ästen des Baumes befestigen können, wird beim Fest ein Hubsteiger zur Verfügung stehen. „Die Kinder werden gesichert und können mit ihren Eltern zur Baumkrone hochfahren und den Schnuller aufhängen“, erklärt Weber.

Aber auch für die Mädchen und Jungen, die keinen Schnuller abgeben wollen, wird beim Kinderfest einiges geboten. So wird es einen Malwettbewerb geben, Kinderspiele wie eine Bobbycar-Slalom-Bahn, Kinderschminken und Glitzertattoos sowie viele weitere Aktionen.

Infos und Anmeldung: Kinder, die ihren Schnuller in den Baum hängen möchten, können über die Homepage des Fördervereins angemeldet werden unter: www.fvkigasimmershausen.wordpress.com Möglich ist eine Anmeldung zudem während des Festes. Die Teilnahme an der Schnulleraktion kostet fünf Euro. Der Erlös kommt dem Kindergarten Simmershausen zugute.


Hintergrund: Idee stammt aus Dänemark

Die Idee des Schnullerbaums wurde in den 1920er Jahren in Dänemark entwickelt. Der Schnullerbaum soll Kleinkindern die Trennung von ihrem Schnuller erleichtern. Die Kinder können ihren Schnuller an einem Baum aufhängen und sich so von ihm verabschieden. Sie sehen an dem Baum, dass auch viele andere Kinder ihre Schnuller abgeben und können ihren Schnuller zudem immer mal wieder besuchen. In Deutschland gibt es mittlerweile in mehreren Städten Schnullerbäume. Der Förderverein des Kindergartens Simmershausen möchte die Tradition des Schnullerbaums jetzt in der Gemeinde aufleben lassen und mit einem Fest dazu beitragen, dass den Kindern die Trennung vom Schnuller mit einem positiven Erlebnis erleichtert wird. Eingeladen sind Kinder auch aus den umliegenden Gemeinden und der Stadt Kassel.

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