Wassersport soll gefördert werden

Neuer Sportboot-Verein: In Fuldatal könnten bald wieder Schiffe anlegen

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Schaut optimistisch in die Zukunft: Tore Florin, Vorsitzender des neuen Sport-Boot-Vereins Fuldatal, will die Fulda mehr für den Wassersport nutzen. Seine Pläne: Eine öffentliche Slipanlage bauen, einen Steg errichten und Anlegemöglichkeiten, wie hier am alten Schiffsanleger bei Simmershausen, schaffen.

Fuldatal. In Fuldatal hat sich ein Sportboot-Verein gegründet mit dem Ziel, den Wassersport auf der Fulda zu etablieren.

Die Gemeinde Fuldatal hat ihren Namen – klar, von der Fulda. Doch so richtig genutzt werden kann der Fluss von den Fuldatalern bislang nicht. Ausreichend öffentliche Anlegemöglichkeiten für Hobby-Kapitäne? Gibt es nicht. Offizielle Slipanlagen? Fehlanzeige. Das will ein neu gegründeter Verein jetzt ändern.

„Wir möchten die wassersportliche Nutzung der Fulle voranbringen“, sagt Tore Florin, der bei der Gründungsversammlung des gemeinnützigen Sport-Boot-Vereins Fuldatal (SBV) im Fulda-Freizeitzentrum in Knickhagen zum Vorsitzenden gewählt worden ist. „Es gibt einfach keine Infrastruktur“.

Slipanlage zum Reinrutschen

Deshalb sind die ersten Ziele des Vereins, der von 15 Wassersportbegeisterten gegründet wurde, klar formuliert: „Wir wollen eine öffentliche Slipanlage bauen und betreiben“, sagt Florin. Slipanlagen sind schräge Ebenen am Ufer, an denen man rückwärts mit einem Anhänger Boote und kleinere Schiffe zu Wasser lassen kann. „Darüber hinaus wollen wir Anlegemöglichkeiten schaffen und einen Steg errichten“, sagt der 41-Jährige, der selbst ein 4,85 Meter langes Kajütboot fährt.

Gehört der Gemeinde: Der Schiffsanleger an der Fuldaschleife bei Simmershausen wird seit mindestens zwei Jahren nicht mehr genutzt. Und genau so sieht er auch aus. Der Verein könnte sich vorstellen, dem Anleger wieder neues Leben einzuhauchen.

Es gebe bereits Gespräche mit der Uni Göttingen, die bei Wilhelmshausen ein Bootshaus besitzt. „Wir könnten uns einen Steg in direkter Nachbarschaft vorstellen.“ Auch deshalb habe der Verein bereits mit den Wassersportlern des ESV Jahn Kassel Kontakt aufgenommen, die zwar einen Steg, aber bald kein entsprechendes Vereinsufer mehr haben.

Denn nachdem Kasselwasser, ein Eigenbetrieb der Stadt Kassel, das Gelände des ESV-Bootshauses in Kassel gekauft hat, „ist für uns dort ab dem 31. Oktober kein Platz mehr“, berichtet ESV-Vorsitzender Andreas Liebisch. Deshalb stehe er Gesprächen mit dem SBV grundsätzlich positiv gegenüber.

Schleusen sind gesichert

Ohnehin betont Tore Florin, dass „wir keine Konkurrenz für bestehende Vereine sein wollen.“ Dem SBV Fuldatal gehe es vielmehr um Synergie-Effekte und darum, neue Möglichkeiten an der Fuldataler Fuldaseite zu schaffen.

„Im Gegensatz zur Kasseler Stadtschleuse gilt der Bestand der Schleusen in Wahnhausen, Wilhelmshausen und Bonaforth als gesichert. Das sollten wir endlich nutzen.“

Der Verein könnte sich auch vorstellen, dem runtergekommenen Schiffsanleger an der Fuldaschleife bei Simmershausen neues Leben einzuhauchen. Dort hielten einst die Fahrgastschiffe zwischen Kassel und Hann. Münden. „Seit zwei Jahren passiert hier aber nichts mehr“, sagt Florin. Der in den 70er-Jahren gebaute Anleger gehört der Gemeinde. „Wenn er umgewidmet werden würde, dann könnten sich ein Verein darum kümmern und ihn wieder auf Vordermann bringen“. Das alles sei aber noch Zukunftsmusik.

www.sbv-fuldatal.de

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