Studie soll Ideen für ehemalige Pelzveredelung geben

Investor will Wohnungen entlang der Grebenstraße in Ihringshausen bauen

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Neue Flächen geschaffen: Auf der Fläche gegenüber der ehemaligen Pelzveredelung sind die Gebäude eines ehemaligen metallverarbeitenden Betriebes bereits abgerissen worden. Hier sollen schon bald Wohnhäuser entstehen. 

Fuldatal. Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf tut sich etwas auf den Flächen entlang der Grebenstraße im Fuldataler Ortsteil Ihringshausen.

Dort wo einst das Sicherheitsschloss von der Firma Hahn erfunden und später Pelze von der Firma Petzold veredelt wurden, erinnert heute nur noch ein backsteinfarbenes Industriedenkmal an längst vergangene goldene Zeiten.

Mithilfe einer Machbarkeitsstudie will die Gemeinde Fuldatal nun ermitteln, wie das brachliegende Fabrikgelände nach 32 Jahren wieder zu neuem Leben erweckt werden kann. „Der Förderantrag für eine integrierte städtebauliche Strategie (ISEK) zur Entwicklung von Perspektiven für Wohnen und Gewerbe auf dem Gelände der Industriebrache wurde im Dezember 2017 gestellt“, erklärt Armin Reiting vom Fachbereich Hochbau der Gemeinde Fuldatal. Der Förderbescheid liege aber noch nicht vor.

Denkmalgeschützt: Die ehemalige Pelzveredelung an der Grebenstraße steht seit 1986 leer.

Bereits seit 1995 wird der Boden auf dem Fabrikgelände von Schadstoffen befreit. Die Kosten bewegen sich mittlerweile in Millionenhöhe. „Die hohe Schadstoffbelastung hatte die Firma Petzold verursacht, die mit der Pelzveredelung 1976 Konkurs anmelden musste“, sagt Reiting. Anschließend habe die Firma Schmidt aus Einbeck noch bis 1986 am Standort Pelze verarbeitet. Seither steht das Gebäude leer.

Bislang habe es sich schwierig gestaltet, eine neue Verwendung für das denkmalgeschützte Gebäude zu finden – auch weil hohe Schulden auf dem Gebäude lasten. „Die Eigentümer sind ins Ausland gegangen“, sagt Reiting. Unklar sei auch, ob sich nicht weitere Schadstoffe im Mörtel des Gebäudes befinden. Bislang habe die Hessische Industriemüll GmbH nur den Boden bis zum Hasenstock schadstoffsaniert. Trotzdem haben die Gemeindevertreter im August 2017 die Änderung des Bebauungsplanes westlich der Grebenstraße mit dem Gelände der ehemaligen Pelzveredelung beschlossen.

Platz für Wohnraum

Gegenüber der Pelzfabrik, auf Höhe des Sportplatzes, gibt es bereits ein konkretes Vorhaben. Dort wurden die früheren Gebäude eines metallverarbeitenden Betriebes abgerissen, um Bauflächen zu schaffen. „Ein Investor will dort eine Wohnbebauung realisieren“, sagt Reiting. Die Gemeindevertretung hat die Änderung des Bebauungsplans für dieses Projekt östlich der Grebenstraße schon im Juni 2017 beschlossen. Die Offenlegung der Pläne für das neue Wohngebiet werden gerade von der Gemeinde vorbereitet.

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