Kabine in Lackiererei fing Feuer: Brand in Fuldatal war ein Unfall

Großer Familienbetrieb: Das Autohaus Klein ist für die Kunden rund um Fuldatal eine wichtige Anlaufstelle.

Fuldatal. Wegen eines statisch aufgeladenen Tuchs, mit dem ein Mitarbeiter eine Stoßstange reinigte, ging die Lackier-Kabine des Autohauses Klein in Fuldatal-Ihringshausen am Montagnachmittag in Flammen auf.

Glücklicherweise ist dabei niemand verletzt worden. Da von dem Brand weder die große Werkstatt noch die zweite Lackier-Kabine betroffen waren, konnte der Betrieb bereits gestern Morgen wieder normal weiterlaufen.

Laut Torsten Werner, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen, handelt es sich bei dem Vorfall nicht um unsachgemäßen Umgang mit Werkzeug oder Materialien seitens der Mitarbeiter. „Wir gehen davon aus, dass der Brand nicht hätte durch mehr Vorsicht verhindert werden können. Es deutet nichts in unseren Ermittlungen auf strafrechtliche Konsequenzen hin“, sagt Werner. Die Geschäftsführer sagten, dass auch die Polizei die moderne technische Ausrüstung in der Werkstatt bestätigt hatte. Der Brand sei ein Unfall gewesen.

Jürgen Klein, einer der Geschäftsführer des Familienbetriebes, ist froh, dass der Brand vergleichsweise glimpflich ausgegangen ist. Durch den isolierten Bau der Lackier-Kabine konnte der Raum kontrolliert ausbrennen, ohne dass andere Teile des Hauses beschädigt wurden – es war also Glück im Unglück.

Glück im Unglück: Die Lackier-Kabine in der Werkstatt des Autohauses Klein in Fuldatal-Ihringshausen ist völlig ausgebrannt. Der Raum war so aufgebaut, dass die verschlossenen Türen die Flammen von weiteren Räumen abhalten konnten. Fotos: Neu

„Unsere Mitarbeiter, die die Flammen als erstes bemerkten, haben gut und schnell reagiert. Sie versuchten zuerst selbst, das Feuer zu löschen“, sagt Klein. Als diese jedoch bemerkten, dass das Feuer nicht zu stoppen war, hätten sie sofort die Feuerwehr alarmiert und die Tür der Lackier-Kabine geschlossen.

Die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Fuldatal mit Unterstützung der Kasseler Berufsfeuerwehr hatte das Feuer schnell unter Kontrolle. Laut Hans-Norbert Alt, Marketingleiter des Autohauses Klein, war es die sicherste Möglichkeit, den Raum ausbrennen zu lassen. „Hätte die Feuerwehr da eine riesige Menge Wasser benutzt, wäre die Gefahr einer Explosion groß gewesen.“

Kurzfristig kam es durch den Einsatz zu Verkehrsbehinderungen auf der Niedervellmarer Straße.

Jürgen Klein selbst war zur Zeit des Brandes ebenfalls vor Ort im Autohaus. „Für Panik ist in solchen Situationen keine Zeit. Da gilt es schnell, aber verantwortungsbewusst und überlegt zu handeln“, sagt er. Der Rauch konnte laut Klein durch den Schornstein nach draußen weichen. Da die Werkstatt noch etwas nach Rauch riecht, arbeiten die Mechaniker zurzeit mit offener Tür. In den nächsten Wochen wird die Lackier-Kabine neu aufgebaut, sodass wieder alle Räume des Betriebes genutzt werden können. 

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