HNA-Redakteur hatte kleine Vögel auf Straße entdeckt

Gerettete Vogel-Küken: Wie geht es ihnen heute?

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Eines der beiden Küken sitzt auf der Straße in der Südstadt.

Kassel. Zwei Vögelchen in Not: Unser Kollege hatte am Donnerstag zwei Kohlmeisen-Küken auf der Straße entdeckt, hilflos und kurz vorm Ende. Er ging nicht vorbei, sondern half. Wie es nun um die beiden steht, haben wir am Montag wissen wollen.

HNA-Redakteur Tibor Pézsa hatte die beiden Vogeljungen am Donnerstagabend auf der Straße entdeckt. Hilflos saßen die Küken dort, mehr tot als lebendig. 

Statt vorbeizugehen, nahm sich unser Kollege den beiden Vögeln an. Mithilfe der Polizei nahm er Kontakt zu Vogelexperte Herbert Groß aus Fuldatal-Ihringshausen auf, der sie wenig später übernahm. Seine Bitte: "Rufen Sie mich am Montag noch einmal an", dann könne er sagen, wie es um die beiden Küken stehe. 

So haben wir es gemacht. Montag, 14.40 Uhr: Herbert Groß geht ans Telefon. "Einer hat überlebt, der ist ganz munter." Und der zweite Jungvogel? Der sei bereits knapp zwei Stunden, nachdem Groß Donnerstagabend zu Hause ankam, gestorben. "Der war wohl zu lange ohne Wasser und Futter."

Herbert Groß.


Dass überhaupt eines der beiden Küken überlebt hat, "da habe ich mich gewundert", sagt Groß. Weil es in diesen Tagen trocken gewesen sei und es deshalb vermutlich zu wenig Wasser gegeben habe.

Generell sei es normal, dass Kohlmeisen-Eltern Küken aus dem Nest werfen, wenn es an Wasser und Futter mangele. So versuchten sie, zumindest ein Küken durchzubekommen. Kohlmeisen bekommen laut Groß zehn bis zwölf Eier.

In vier bis fünf Tagen will Herbert Groß unser Südstadtküken laufen - oder besser: fliegen - lassen. Dann sei es stark genug, um allein überleben zu können.

Viel Glück da draußen, du kleiner Mann.

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