„Tausendfüßler“ ziehen bald ein

Krippengruppe in Wilhelmshausen wird eröffnet 

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In Arbeit: Das Außengelände wird derzeit noch auf die Bedürfnisse der Kleinkinder angepasst.

Fuldatal. Anfang November soll die erste kommunale Kinderkrippe in Wilhelmshausen eröffnet werden. Die Umbauarbeiten im ehemaligen Jugendraum sind abgeschlossen. 

Luftig, hell und freundlich sind die Räume der neuen Krippengruppe „Tausendfüßler“ in Wilhelmshausen. Emma, Marie, Laura und Giuliana aus der Kindertagesstätte nebenan, haben den Gruppenraum kurz vor der Eröffnung schon einmal ausgiebig getestet und für gut befunden. „Wir gehen davon aus, dass wir in der nächsten Woche die Betriebserlaubnis erhalten“, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU).

Mit den „Tausendfüßlern“ betreibt die Gemeinde Fuldatal ihre erste eigene Einrichtung für Kinder ab einem Jahr. Bislang gab es mit der Märchenkrippe nur einen freien Träger mit zwölf Betreuungsplätzen in Ihringshausen sowie eine Tagesmutter in Simmershausen, die bis zu fünf Kinder aufnehmen kann.

Die Entscheidung für den Bau einer eigenen Krippe fiel erst im Sommer, erklärt der Verwaltungschef. Dann ging alles ganz schnell und die ehemaligen Jugendräume in Wilhelmshausen wurden umgebaut. „Die Arbeiten haben für Irritationen gesorgt“, sagt Schreiber. Die Menschen im 970-Seelen-Dorf wollen eben wissen, was in den Jugendräumen passiert. Auch kursierten Gerüchte über einen Eröffnungstermin innerhalb der Elternschaft. „Wir haben nie einen konkreten Termin genannt, aber gesagt, dass wir im Oktober mit dem Umbau fertig sein wollen.“

Während der Abbrucharbeiten habe man mehrere Rohrbrüche entdeckt, die den Umbau verzögert hätten. Neben der Installation neuer Wasser- und Abwasserleitungen wurden Wände verputzt, Fliesen verlegt, Elektroinstallationen umgeklemmt, Sanitäranlagen eingebaut sowie Maler- und Tapezierarbeiten ausgeführt. Die Elektro- und Schreinerarbeiten haben Mitarbeiter der Gemeinde übernommen. „Jetzt fehlen nur noch Kleinigkeiten“, sagt Kita-Leiterin Birgit Schöler, deren Ideen und Anregungen für die Einrichtung der Krippe übernommen wurden. Die Küche käme Anfang Dezember – bis dahin werde die Kita-Küche im oberen Stockwerk genutzt. Auch ein Wickeltisch fehle noch, es gebe aber ein Provisorium zur Überbrückung. Insgesamt wurden fast 140 000 Euro in den Umbau der Jugendräume investiert. „Am Mittwoch waren Vertreter des Landkreises und des Gesundheitsamtes zur Abnahme da“, sagt Schreiber. Ab November werden drei Erzieher zunächst fünf Kinder zwischen 1,5 und zwei Jahren dort von 7 bis 16.30 Uhr betreuen. Die Eingewöhnungsgespräche seien schon geführt worden. „Wir gehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder ein“, erklärt die Kita-leiterin. 

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