Landeskommission „Unser Dorf“ besichtigte Simmershausen

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Stippvisite an der Kita: Die Landeskommission „Unser Dorf“ besichtigte verschiedenen Orte in Simmershausen.

Fuldatal. Die Landekommission "Unser Dorf hat Zukunft" hat einen Rundgang durch Simmershausen gemacht. Ob der Ort den Entscheid gewinnt, wird am 13. Juli bekannt gegeben.

Am Rinnstein an der Straße unterhalb der Kirche wurde noch eilig Unkraut gerupft, die Treppe zur Kirche war abgesperrt, weil die Reparaturarbeiten auf sich warten lassen. Auf dem Schulhof der Grundschule musste Bürgermeister Karsten Schreiber erklären, warum da ein einige Schindeln fehlten, die hatten bolzende Schulkinder abgeschossen.

Und die seit langem bestehende Baustelle neben dem Dorfladen an der Ortsdurchfahrt wirkte auch nicht gerade einladend: Mit einem makellosen Ortsbild konnte Simmershausen nicht glänzen, als die neunköpfige Bereisungskommission des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ am Dienstag den Ort durchstreifte, begleitet von den ehrenamtlichen Aktiven des Simmershäuser Arbeitskreises „Unser Dorf“.

Dorf konnte Punkten: Bürgermeister Karsten Schreiber (rechts) berichtete unter anderem über die offene Jugendarbeit.

Doch diese kleinen Schönheitsfehler waren halb so schlimm. Denn mit blankgeputzten Bürgersteigen und frischgestrichenen Fachwerkfassaden kann können die Dörfer beim Landeswettbewerb kaum punkten. „Wichtig ist uns das bürgerschaftliche Engagement im Dorf und die Angebote für die Jugend“, sagte Kommissionsleiterin Hiltrud Schwarze vom Regierungspräsidium Kassel.

Und in diesem Bereich konnte Simmershausen ordentlich Punkte einfahren, so hatte es zumindest während des zweistündigen Rundgangs den Anschein. Als Bürgermeister Karsten Schreiber erläuterte, dass Simmershausen eine offene Jugendarbeit mit viel Eigenverantwortung für die Jugendlichen bietet und dafür zwei sozialpädagogische Fachkräfte einsetzt, zeigte sich Antje Krauß von der Hessischen Landjugend sichtlich beeindruckt, genauso wie vom Angebot der kirchlichen Jugendarbeit im Dorf. „Das ist für eine so kleine Gemeinde ja schon ein Luxus“, sagte sie.

Später zeigten sich die Kommissionsmitglieder offensichtlich auch sehr angetan von den neuen Jugendräumen im „Haus der Begegnung“. Waltraud Schütz vom Arbeitskreis erläuterte der Kommission, wie die Vereine im Dorf zusammenstehen und tatkräftig eine Perspektive für den Ort entwickeln. Die Kommissionsmitglieder zeigten sich überrascht, dass das ganz ohne politische Gremien wie einen Ortsbeirat funktioniert.

Im Fokus der Kommission standen auch der Kindergarten und die Schule. Gibt es genug Plätze für unter Dreijährige? Was haben Sie für ein Betreuungskonzept? Solche Fragen stellte Kommissionsmitglied Dr. Maren Heincke der Kita-Leiterin Karola Volland bei ihrer Stippvisite. Kurz vor Ende des Rundgangs kamen dann Simmershäuser Kinder selbst zu Wort: Emil, Marie und Lilly schilderten der Kommission auf amüsante Weise, wie sehr sie ihre Schule schätzen. Das gefiel den Dorfexperten ganz offensichtlich.

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